EUFAL: So gelingt Elektromobilität bei Nutzfahrzeugflotten

Die Umstellung auf Elektro-Fahrzeuge stellt Flottenbetreiber mitunter vor große Herausforderungen. Das kürzlich gestartete Forschungsprojekt EUFAL (Electric Urban Freight and Logistics) will den Betreibern mit einer Online-Wissensplattform eine Entscheidungshilfe bieten.

Verschiedene Nutzerbedürfnisse im Mittelpunkt

Bei der Eingliederung oder kompletten Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität sehen sich die Betreiber oftmals mit einer Reihe von Frage bzw. Problemen konfrontiert: hohe Investitionskosten, Schwierigkeiten im Umgang mit unterschiedlich langen Strecken an ein und demselben Tag und Herausforderungen in Bezug auf die Akzeptanz bei der Belegschaft. Erst mit ausreichend Informationen und Wissen kann das volle Potenzial von E-Fahrzeugen ausgeschöpft werden.

Um das zu erreichen, hat ein internationales Konsortium unter dem Namen EUFAL eine Online-Plattform ins Leben gerufen: sie umfasst  Tools und Beratungsangebote für Unternehmen in verschiedenen Phasen der Einführung von Elektrofahrzeugen. Die Spannweite reicht von der frühen Planung über die Umsetzung bis hin zur Optimierung. Nationale Experten der fünf Partnerländer Dänemark, Deutschland, Österreich, Polen und der Türkei werden sich in den kommenden Wochen intensiv über ihre  Fach- und Anwenderkenntnisse austauschen und die Plattform möglichst optimal an die Nutzerbedürfnisse anpassen.  

Notwendiges Wissen vermitteln

 „EUFAL wird Unternehmen unterstützen, indem es aktuellste Informationen und Tools zur Unterstützung bei der Einführung von Elektrofahrzeugen bereitstellt. So werden Demonstrationen von kommerziellen E-Fahrzeugflotten einschließlich aller Arten von firmeneigenen Fahrzeugen in verschiedenen Entwicklungsstadien durchgeführt.“, erklärt Jürgen Zajicek, Research Engineer am teilnehmenden Austrian Institute of Technology  (AIT) Center for Mobility Systems. „Die so gewonnenen Erkenntnisse und die gemeinsam erarbeiteten Lösungen werden dazu beitragen, die Plattform zu optimieren und zukünftigen NutzerInnen das notwendige Wissen zur Förderung des elektrischen gewerblichen Transports zu vermitteln.“

Projektkoordinator Jens Klauenberg vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bekräftigt, dass „Entscheidungsträger und Flottenmanager nicht immer alle notwendigen Informationen über die technischen Möglichkeiten und Kosten von Elektrofahrzeugen zur Verfügung stehen. Die EUFAL-Wissensplattform adressiert diese Bedürfnisse und stellt Informationen entsprechend den Anforderungen aller Beteiligten zur Verfügung.“ (aho)

 

Quelle: EUFAL Project

0
0
0
s2smodern

Unser Veranstaltungs-Tipp

Ladeinfrastruktur ko

(© iStock.com / adventtr)

Vom 11.bis 13. Januar 2019 dreht sich in Dresden alles um das Thema "E-Bike". Vorgestellt werden aktuelle Innovationen und die neuen Modelle der Saison. Ein Indoor-Testparcours bietet bundesweit die erste Gelegenheit des Jahres zum E-Bike-Probefahren.

Mehr Infos zum Event

Zahl der Woche

Elektromobilität Zahl der Woche

16.000

neue Arbeitsplätze werden nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Zuge der Elektromobilisierung bis 2035 entstehen. Demgegenüber steht die Prognose von ca. 114.000 verlorenen Arbeitsplätzen, davon alleine 83.000 im Fahrzeugbau.

Video-Fundstück

Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

Fehlende staatliche Anreize oder zu wenig Geld für ein importiertes E-Auto sind noch lange kein Grund zum Verzweifeln: Der Automechaniker Alvaro de la Paz hat einen Elektromotor zum Einbauen entwickelt. In seiner Werkstatt in Mexiko-City rüsten er und seine Mechaniker die Autos seiner Kunden um.