Baden-Württemberg forscht mit Battmobil an besserer Batteriesicherheit

Mehr als eine halbe Millionen Euro stellt das Wirtschaftsministerium für das Forschungsprojekt "Battmobil" bereit. Batterien sollen für Unfallszenarien sicherer gemacht werden, um Fahrzeuginsassen und Rettungskräfte zu schützen.

"Wir müssen die Crashsicherheit von Batterien verbessern"

Für das Forschungsvorhaben „Battmobil: Entwicklung prognosefähiger Modelle zur Crashoptimierung von Batterien für die Elektromobilität“ stellt Baden-Württemberg rund 600.000 Euro an Fördermitteln bereit. An zwei Freiburger Fraunhofer-Instituten soll damit das Sicherheitsrisiko von Batterien bei Unfällen untersucht und minimiert werden.  Die erhöhte Sicherheit der eingesetzten Batterien trage zur Akzeptanz von Elektrofahrzeugen bei, erklärte Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut am Montag. lnterne Kurzschlüsse in Batterien stellten nicht nur ein Sicherheitsrisiko für Fahrzeuginsassen und Unfallbeteiligte dar, sondern auch für Einsatzkräfte, die mit Hochvoltspannung konfrontiert würden. "Die Crashsicherheit von Batterien zu verstehen und zu verbessern, ist daher wesentlich", so die Ministerin.

 

Worauf müssen sich Rettungskräfte bei einem verunfallten Elektroauto einstellen?

 

Kurzschlüsse verstehen und verhindern

Bisher könne das mechanische Verhalten von Energiespeichern unter Crashbelastung nicht zufriedenstellend abgebildet werden, begründen die Forschungsbeteiligten das Vorhaben. Es fehle ein ganzheitlicher Ansatz, Versagensmechanismen "methodisch für die virtuelle Produktentwicklung" aufzuarbeiten. Das Ziel des "Battmobils" ist daher die Entwicklung eines Methodenbaukastens. Damit sollen Simulationen ermöglicht werden, wie sich Batterien in Elektroautos unter Belastungszuständen - und damit bei Unfällen - verhalten. Die neu gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die Entstehung und die Arten von Kurzschlüssen zu verstehen und zu verhindern.

 

Quelle: baden-württemberg.de

Bildnachweis: By Gereon Meyer (Own work) [GFDL or CC BY-SA 4.0-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

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