Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender vom BMW

Auf der Hauptversammlung der BMW AG am 17. Mai in München hat Vorstandsvorsitzender Harald Krüger die Aktionäre auf den eMobility-Kurs des Unternehmens eingestimmt. Besonders die Partnerschaften mit chinesischen Autobauern soll vertieft werden.

Ausblick auf vollelektrischen BMW iNEXT

Die Elektrifizierung habe „klare“ Priorität, ließ Krüger die Aktionäre in der Olympiahalle wissen. Die Wachstumskurve des Unternehmens bei der E-Mobilität steige kontinuierlich an. Alleine 2017 wurden mehr als 100.000 elektrifizierte BMW-Fahrzeuge verkauft. Bis Ende 2019 sollen eine halbe Millionen Stromer auf den Straßen unterwegs sein, aktuell sind es 250.000. Seine Angebotspalette will der bayerische Autobauer entsprechend anpassen: 25 elektrifizierte Modelle sollen 2025 erhältlich sein, davon 12 als reine Elektroautos.

Mit dem BMW i4 und dem „Technologie-Flagschiff“ BMW iNEXT will der Autohersteller seine eMobility-Entwicklungen vorantreiben. „Das gesamte Unternehmen und alle Marken sollen vom iNEXT profitieren. Zum ersten Mal bündeln wir alle Schlüsseltechnologien künftiger Mobilität: Er fährt vollelektrisch. Er ist vollvernetzt. Er fährt teilautonom – und das sicher“, betonte Krüger. Der iNEXT wird ab 2021 in Dingolfing gebaut. Noch in diesem Jahr will BMW den iNEXT als Visionsfahrzeug zeigen.BMW Hauptversammlung KrügerBMW Group

Vertiefte Zusammenarbeit in China

Europa müsse in der Elektromobilität eine Vorreiterrolle einnehmen, so Krüger. Mit Blick nach China gab Krüger weitere strategische Schritte bekannt: die Partnerschaft mit dem chinesischen Autohersteller Brilliance wird vertieft, um Mitte 2018 den neuen X3 in Shenyang vom Band rollen zu lassen – ebenso den iX3 ab 2020. Letzteres ist das erste vollelektrische Modell von BMW.

Außerdem ist ein weiteres Joint Venture mit Great Wall Motor geplant, einer der größten SUV-Produzenten Chinas. Dass Peking Zölle abbauen und sich dem Automobilmarkt öffnen will zeuge von „Besonnenheit und Weitblick im aktuellen Handelsstreit“, so der Vorstandsvorsitzende. Man wolle im größten Einzelmarkt des Konzerns kräftig wachsen.

Mit Blick auf den Brexit und den Produktionsstandort des vollelektrischen Mini in Oxford forderte Krüger einen „unkomplizierten und zollfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt“. Großbritannien müsse weiter an der Seite der EU sein.

Auch in Zukunft bleibe das Auto Verkehrsmittel Nummer 1, so Krüger. Die Autoindustrie habe immer viel geleistet und spiele eine wichtige Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft. „Lenken wir unsere volle Konzentration auf den Wandel zur nachhaltigen, digitalisierten Mobilität“, forderte Krüger seine Branchenkollegen auf. "Das ist unsere Aufgabe als deutsche Automobilindustrie – und nichts anderes.“ (aho)

 

Quelle: press.bmwgroup.com

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