Nach Betrugsvorwürfen hat der US-Autohersteller Tesla eine Unterlassungserklärung gegenüber der Wettbewerbszentrale eingereicht. Tesla wird vorgeworfen, das Basismodell Model S 75D nur mit Aufpreis zu verkaufen und damit gesetzeswidrig vom Umweltbonus zu profitieren.

"Gesetzestreue Autohersteller werden benachteiligt"

Die Vorgehensweise flog auf, als ein Tesla-Kundenberater Testkäufern von Auto Bild mitteilte, das Model S 75D sei ohne den Aufpreis für die Extras nicht erhältlich (wir berichteten). Der Preis für das Tesla-Elektroauto hätte demnach mindestens 82.120 Euro betragen. Deshalb hatte die Wettbewerbszentrale die Werbung als irreführend und "Lockvogel-Taktik" beanstandet.

Die Wettbewerbszentrale schreibt dazu in ihrer Stellungnahme:

Selbst wenn, worauf Tesla die Wettbewerbszentrale hingewiesen hat, „dass während der gesamten relevanten Zeit ein ‚Tesla Model S 75 D‘ mit einer ‚Standardausstattung‘ zum Kauf für einen Barzahlungsgrundpreis in Höhe von 69.019 Euro tatsächlich erhältlich gewesen ist“, dann ändert dies nichts an den Wettbewerbsverstößen. Dadurch werden Hersteller anderer Marken, die sich gesetzestreu verhalten, ebenso benachteiligt wie auch Verbraucher. Zum Schutz der Mitbewerber und der Käufer von Elektrofahrzeugen müssen solche Angebote verboten werden.

Zuvor hatte sich Tesla vehement gegen die Anschuldigungen gewehrt: „Wenn ein Verkäufer einem Kunden sagt, das Model S sei ohne Komfort-Paket nicht lieferbar, ist das falsch und ein klarer Verstoß gegen unsere Regeln.“ Die Bundesregierung habe die Preisobergrenze bewusst so angesetzt, dass Tesla-Fahrzeuge von der Förderprämie ausgeschlossen werden. Man habe sich mit der Regierung auf einen Kompromiss geeinigt, wonach das Basismodell die Fördervoraussetzungen erfüllt, aber später nachgerüstet werden kann. Das habe Tesla getan.

 

Quelle: mobilegeeks.de / wettbewerbszentrale.de

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