Carsharing Drivy lockt Elektroauto-Fahrer mit Kostenvorteil

Die Carsharing-Plattform Drivy erlässt Anbietern von rein batterieelektrischen und Hybrid-Autos die Servicegebühr, die normalerweise 17 Prozent des Fahrzeug-Mietpreises beträgt. Die Aktion startet am 17. September 2018 und endet am 17. März 2019.

E-Autos bisher kaum registriert

„Drivy wurde gegründet, um Mobilität nachhaltiger und zukunftsfähig zu machen. Die Anzahl an Autos in den Großstädten durch Carsharing zu reduzieren ist der erste und wichtigste Schritt“, erklärt Nils Roßmeisl, Country Manager von Drivy Deutschland. „Doch wir können und müssen noch mehr tun, um Mobilität in Zukunft nachhaltiger zu gestalten.“ Der Anreiz für mehr Elektromobilität auf der Plattform sei ein nächster Schritt. Auf Drivy können private Autobesitzer und gewerbliche Anbieter ihre Fahrzeuge zur Vermietung anbieten. Aktuell machen Hybrid- oder Elektroautos gerade einmal 2 Prozent des gesamten Drivy-Flottenpools mit 50.000 Autos aus. In Deutschland sind 6.000 Fahrzeuge registiert.

Das sind Deutschlands größten Carsharing-Anbieter

Das sind Deutschlands größten Carsharing-Anbieter © Bundesverband CarSharing e.V.

Private Nutzung soll Hemmschwellen abbauen

„Die Bundesregierung unterstützt Autokäufer zwar bereits mit einer Prämie für E-Autos, einer steuerlichen Förderung sowie dem Ausbau der Ladeinfrastruktur. Dennoch gibt es Berührungsängste”, so Roßmeisl. „Die Hemmschwellen können wir nur herabsetzen, wenn mehr Menschen im Alltag mit E-Autos in Kontakt kommen und die Möglichkeit haben, sie zu nutzen und sich damit vertraut zu machen.“ An diesem Punkt will Drivy ansetzen und durch den finanziellen Anreiz mehr Halter von E-Fahrzeugen ermutigen, ihr Auto mit anderen zu teilen und dem Thema mehr Aufmerksamkeit geben.

Auch der US-amerikanische Fahrdienstleister Uber hatte im Juni 2018 bereits ein ähnliches Belohnungs-Konzept auf den Weg gebracht: Uber-Fahrer mit emissionsfreien Autos profitieren in sieben amerikanischen Städten seitdem von einem "Vorteilspaket", und die Uber-App zeigt an, wenn für die gewünschte Strecke ein E-Auto zur Verfügung steht.

Der Berliner Drivy-Kunde Michael Becker, der sein Elektroauto seit Juni 2017 zur Miete anbietet, hat die Erfahrung gemacht, dass das Interesse der Autofahrer an Elektromobilität zwar sehr groß sei, sie jedoch mit dem Handling eines E-Autos nicht vertraut sind. Daher begründeten die Nutzer die Entscheidung für seinen Stromer sehr häufig damit, dass sie Elektromobilität über einen Zeitraum von ein paar Tagen testen möchten. "Das ist etwas ganz anderes als bei einer Probefahrt in einem Autohaus. Meiner Einschätzung zum Elektroauto vertrauen die Nutzer ja auch eher als einem Autohändler, der das Auto verkaufen will", bilanziert Becker. (aho)

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Alles Wissenswerte und Aktuelles rund um "Leichte E-Mobilität" diskutiert der VDI auf seiner gleichnamigen Tagung in München. Termin ist der 11. und 12. September.

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Elektroautos sind - Stand September 2018 - in Neuseeland unterwegs. 2013 waren es nur 210 Fahrzeuge.

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