Grafik dazu, wer die Initiative bei E-Projekten ergreift

Eine Untersuchung der Übersichtsseite für Ladestationen EAutoLader.de hat sich dem Thema gewidmet, wie präsent Ladepunkte in Wohngebäuden sind. Einbezogen wurden Hausverwaltungen, die überwiegend Mitglieder der großen Verbände der Wohnungswirtschaft DDIV und VDW sind. Wer konzipiert die Projekte und wie erfolgreich werden sie umgesetzt, waren nur zwei der Fragen.

Immerhin: Fast ein Viertel hat schon einmal

Die in allen 16 Bundesländern durchgeführte Studie "Elektromobilität in Wohnanlagen" zufolge können 78 Prozent der Hausverwaltungen noch fast keine Nachfrage nach Lademöglichkeiten feststellen. Bei 18 Prozent hat zumindest bereits ein Drittel der Gebäude Bedarf angemeldet. Nur vier Prozent der Hausverwaltungen erleben in über 50 Prozent ihrer Objekte eine Nachfrage nach Ladelösungen für E-Fahrzeuge. 21 Prozent der Befragten haben schon mindestens einmal eine Ladestation in ihren Objekten eingebaut.

Wenn der Wunsch geäußert wird, dann meistens durch die Nutzer. In 78 Prozent aller Fälle ist das so. Häufiger wollen Wohnungseigentümer als Mieter elektrische Ladepunkte nutzen. Lediglich in 13 Prozent der Fälle haben die Hausverwaltungen selbst die Aufrüstung initiiert. Und noch seltener, nur in neu Prozent der Fälle, stoßen externe Berater das Thema an.

Die Auftragnehmer fürs Konzept

Fürs Konzept werden nicht nur Firmen beauftragt. Zwar kommen zu ähnlichen Anteilen Elektriker (23,8 Prozent) und Elektroplaner (21,4 Prozent) zum Zuge. In 19 Prozent der Fälle haben aber die Bewohner selbst Hand angelegt. Am häufigsten, in rund 26 Prozent der Fälle, wurde das Konzept ohne fremde Hilfe durch die Hausverwaltung selbst erstellt. Berater für Elektromobilität spielen dagegen bislang mit 9,5 Prozent der Nennungen nur eine geringe Rolle.

Selbstlob

Interessant: Offenbar ist der Projekterfolg nicht unbedingt an die Hinzuziehung externen Knowhows geknüpft. Eher im Gegenteil: Denn die Projekte, die aus Sicht der befragten Hausverwaltungen am besten liefen, stemmten diese in Eigenregie. Die Studienautoren stellen mit Blick auf dieses Ergebnis jedoch selbst fest, dass das daran liegen mag, weil die Verwaltungen selbst befragt wurden. Diese sind auch der Ansicht, dass am schlechtesten solche Projekte abschnitten, bei denen Elektroplaner oder Elektriker die Maßnahmen geplant hatten.

Ebenfalls bemerkenswert: Die Einstiegshürde ist für die Hausverwaltungen ist offenbar hoch. Erwarten doch diejenigen, die noch nie Ladestationen in Wohnanlagen installiert haben, also keine Projekterfahrung haben, einen höheren Grad des Widerstandes durch die Bewohner als die mit Projekterfahrung. Diese wissen außerdem durch ihre ersten Projekte, dass sie nicht so komplex sind wie die Erwartungen der noch Unerfahrenen nahelegt. Gemäß den Studienautoren jedenfalls kann dies ein Indiz dafür sein, dass der "Respekt vor der Komplexität unbegründet" ist. (khof)

Quelle: EAutoLader

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