E-Schwalbe L3e ab Sommer abflugbereit

Die Schwalbe kehrte im letzten Jahr als elektrisches Kleinkraftrad des Münchner Elektroroller-Herstellers Govecs zurück in den Handel. Im Sommer 2018 wird ein Leichtkraftrad-Modell folgen. PR-Manager Daniele Cesca im Interview mit der eMobilRedaktion.

Das erste Schwalbe-Leichtkraftrad mit 90 Kilometer Reichweite

Herr Cesca, wie kam es zur Idee, den DDR-Kultroller in umweltfreundlicher Variante neu auf die Straßen zu bringen?

Daniele Cesca: Govecs-CEO Thomas Grübel begann schon Ende der 90er-Jahre an Elektrorollern zu tüfteln, und sammelte langjährige Erfahrung in China. 2009 gründete er in seiner Heimatstadt München das Unternehmen Govecs mit dem Ziel, die urbane Mobilität in den europäischen Städten zu elektrifizieren - mit Qualitätsprodukten aus Europa. Herr Grübel suchte bewusst nach einem geschichtsträchtigen Produkt, idealerweise aus Deutschland. Da kam er schnell auf die Schwalbe, die erfolgreichste Einzelmarke der europäischen Moped-Geschichte. Nach dem Mauerfall 1989 wurde sie unter anderem wegen ihres einzigartigen Designs zum Kultobjekt und erfreut sich bis heute einer großen Fangemeinschaft. Auch Thomas Grübel ist ein Fan der alten Schwalbe. Also sicherte sich Govecs 2014 die Lizenzrechte für den Markennamen und startete zusammen mit dem Technologiepartner Bosch die Entwicklung der neuen elektrischen Version.

Wie viel von der alten Simson Schwalbe steckt im elektrischen Nachfolger?

Die offensichtlichste Gemeinsamkeit ist natürlich das Design. Angelehnt an das Modell KR51 von Simson wurden viele Designmerkmale übernommen. Angefangen beim runden Scheinwerfer im eckigen Gehäuse über die Riffeln in der Seitenverkleidung bis hin zum verchromten Gepäckträger am Heck. Aber das Design ist nicht das Einzige, das an die Zweirad-Legende erinnern soll. Die Schwalbe war damals ein technisches Novum und repräsentierte eine neue Art der individuellen Mobilität. Die neue E-Schwalbe greift genau das auf. Sie verbindet altbekanntes Design mit einer fortschrittlichen Antriebstechnologie, um eine neue Form der urbanen Mobilität zu schaffen. Sie führt also die Grundidee des Modells KR51 weiter und überträgt sie in die Gegenwart.

Bild 3

Das Vorgängermodell: Die E-Schwalbe als Kleinkraftrad.

 

Nach der seit Sommer 2017 erhältlichen E-Schwalbe L1e wird im Sommer 2018 das erste Schwalbe-Leichtkraftrad folgen. Optisch hat sich außer der schwarz-roten Lackierung nicht viel verändert. Welche Neuerungen verbergen sich unter dem neuen Federkleid?

Die typischen Designmerkmale der Schwalbe finden sich auch in der Version als Leichtkraftrad wieder. Die Motorleistung hingegen hat sich auf 8 kW Dauerleistung verdoppelt, mit denen die Schwalbe blitzschnell auf 90 km/h beschleunigen kann. Mit einer Reichweite von bis zu 90 km erreicht sie zudem einen weiteren Spitzenwert in ihrer neuen Fahrzeugklasse. Verantwortlich dafür ist, wie bei der L1e-Version, der Elektromotor von Bosch und ein speziell für die Schwalbe entwickelter Doppelriemenantrieb.

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