Ford übernimmt Sharing-Dienstanbieter für E-Scooter

Ford hat das US-Start-up Spin gekauft, Betreiber eines Sharing-Dienstes für elektrische Tretroller. Denn allein auf den Fahrzeugverkauf will sich der Autohersteller nicht mehr verlassen.

Teil einer weitreichenden Strategie

Als „jüngsten strategischen Schritt“ des Ausbaus seiner Angebote rund um die Mobilität bezeichnet Ford die Akquisition von Spin mit Hauptsitz in San Franciso. Die Übernahme ist Teil einer Strategie, die sowohl den Bau von „intelligenten Fahrzeugen für eine vernetzte Welt“, von Elektro- und Hybrid-Wagen, die Weiterentwicklung autonomer Fahrzeuge, die 2021 serienreif sein sollen, als auch Software und Services beinhaltet. Der aufstrebende Geschäftsbereich Software und Services soll eine bessere Fahrzeugnutzung und –vernetzung und neue Mobilitäts- beziehungsweise Fortbewegungserfahrungen ermöglichen.

Der Konzern will dabei das gesamte Mobilitätsspektrum abdecken. Ford spricht von „skalierbaren Mobilitätslösungen“. Nach unten hin bis zur sogenannten Mikromobilität, die auf kleine, leichte elektrische Fahrzeuge zielt. Mit der Übernahme positioniert sich das Ford zumindest in den USA stark in diesem Geschäftsfeld. Spin hat Niederlassungen in 13 US-Städten und ist einer der führenden Anbieter seiner Art. Beim Ausbau seines Netzes arbeitet das Start-up mit Städten, Universitäten und lokalen Behörden zusammen.

Expansion geplant

Laut Sunny Madra, Vizepräsidentin von Ford X, eine Anfang dieses Jahres gegründete Abteilung von Ford Smart Mobility, die „schnell“ neue Transportprodukte und -dienstleistungen aufbauen, erwerben und erproben soll, ist der Übernahmezeitpunkt genau der richtige. Denn Spin expandiert. In der vergangenen Woche startete der Dienst in Detroit, die Ausweitung des Angebotes auf weitere Städte ist vorgesehen.

Abgerechnet wird der E-Scooter-Dienst bisher minütlich. Spin verlangt von seinen Nutzern 15 Cent (entspricht zirka 13 Euro-Cent) pro Minute. Hinzu kommt ein Dollar (zirka 89 Euro-Cent) Grundgebühr. (khof)

Quelle: Ford

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