Norwegische Fjorde zur Null-Emissions-Zone erklärt

Der Elektromobilitätsvorreiter Norwegen setzt sich jetzt auch für emissionsfreie Zonen zu Wasser ein: Ab 2026 sollen an den westnorwegischen Fjorden, die zum UNESCO-Welterbe gehören, nur noch Elektroschiffe unterwegs sein. 

Ab 2026 nur noch Elektroschiffe an Norwegens Welterbestätten  

Einige Länder haben bereits Verbote für Autos mit Verbrennungsmotor geplant: Frankreich und Großbritannien wollen Verbrenner ab 2040 verbieten, die Niederlande und Indien ab 2030 und auch die Schweden arbeiten an einem Zeitplan. Norwegen als Vorreiter für Elektromobilität will bereits ab 2025 keine Verbrennerautos mehr zulassen. Da ist es nicht verwunderlich, dass Norwegen jetzt auch die ersten Null-Emissions-Zonen zu Wasser beschlossen hat.

Das Norwegische Parlament sieht vor, "so schnell wie technisch möglich und spätestens 2026" nur noch Elektroschiffe in ausgewählten Zonen verkehren zu lassen. Die in Westnorwegen gelegenen Fjorde wie der Geirangerfjord und der Næerøyfjord, die zu den UNESCO-Welterbestätten zählen, sollen so geschützt werden. Bisher sind dort vor allem Kreuzfahrtschiffe und Fähren unterwegs, die reichlich Emissionen verursachen. 

Elektro-Fähre "Future of the Fjords" als Aushängeschild

Norwegens größter Fährbetreiber Fjord1 will Anfang 2020 sieben neue Elektro-Fähren in die Flotte mit bisher 75 Schiffen aufnehmen. Dazu wurden erst kürzlich Verträge mit der Havyard Group unterzeichnet. Die Elektro-Fähre "Future of the Fjords" mit zwei 450 kW-Elektromotoren und einem 1.800 kWh-Batteriepack soll in Kürze den Betrieb aufnehmen und damit neue Maßstäbe für die emissionsfreie Schifffahrt setzen.

Weltweit sollen die CO2-Emissionen in der Schiffahrt bis 2050 um mindestens 50 Prozent im Vergleich zu 2008 reduziert werden. Darauf hatten sich 173 Staaten im Rahmen eines Treffens der Internationalen Seeschiffahrts-Organisation der UN geeinigt.

 

Quelle: electrek.co 

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