USA: Kaufpotenzial für E-Autos steigt

Die amerikanische Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der American Automobile Association (AAA). Demnach hält es gut jeder fünfte US-Amerikaner für wahrscheinlich, dass sein nächstes Auto ein Elektrofahrzeug sein wird. 2017 waren es 15 Prozent.

Gestiegenes Umweltbewusstsein - und persönliche Vorteile

Insgesamt gaben  20 Prozent der Befragten an, sich beim nächsten Autokauf "wahrscheinlich" für ein E-Auto zu entscheiden.Die Hauptgründe liegen der AAA zufolge im gestiegenen Umweltbewusstsein der Bevölkerung (80 Prozent), gefolgt von geringereren Gesamtbtriebskosten des Fahrzeugs (67 Prozent). Zukunftsweisender Technologie spielt für 54 Prozent eine Rolle beim Kauf, und 35 Prozent der US-Amerikaner wollen durch die Nutzung eines Elektroautos vorrangig in den Genuß der Carpool lane kommen. Diese auch als High-occupancy vehicle lane bezeichnete Fahrspur dürfen in den USA und Kanada sonst nur Fahrzeuge mit mindestens zwei Insassen befahren. Diese Fahrspur wird in der Regel deutlich weniger befahren und die zulässige Höchstgeschwindigkeit teilweise höher angesetzt.


"Heute wirken Elektrofahrzeuge auch auf den Mainstream attraktiv", bilanziert Greg Brannon, AAA-Direktor für Fahrzeugtechnik, die Umfrage. "Obwohl der Umweltfaktor ein wichtiger Motivator ist, sind Autofahrer in den USA auch von den langfristig niedrigeren Kosten und den smarten Technologiefunktionen, die viele dieser Fahrzeuge bieten, angezogen."


Die Reichweite spielt  für die meisten (87 Prozent) Käufer von Elektro- und Hybridfahrzeugen zwar eine wichtige Rolle - aber sie ist nicht das einzige Kriterium. Ganze 92 Prozent der Befragten gaben an, dass die Zuverlässigkeit des Fahrzeuges einen hohen Stellenwert einnimmt. Potenzielle Käufer von Elektroautos und Hybridautos bziehen auch Unfall-Bewertungen (77 Prozent), Kaufpreis  (71 Prozent), Beschleunigung und Handling (69 Prozent) sowie neue Sicherheitstechnologien wie automatische Notbremsungen und Spurhalteassistenten (60 Prozent) in ihre Entscheidung mit ein. Das Design des Fahrzeugs und Marke sind dagegen nur 34 Porzent bzw. 33 Prozent der Befragten wichtig.

Fehlende Ladestationen als größtes Hemmnis

Auch die berüchtigte "Reichweitenangst" unter amerikanischen Autofahrern lässt der AAA  zufolge nach. Unter denjenigen, die sich unsicher oder nicht bereit waren, ein Elektrofahrzeug als nächstes Auto zu kaufen, nannten 63 Prozent (minus 9 Prozent gegenüber 2017) fehlende Ladestellen als Grund. 58 Prozent (minus 15 Prozent gegenüber 2017) begründeten ihre Entscheidung gegen ein E-Auto mit der Angst, aufgrund eines leeren Akkus liegenzubleiben. 2017 waren das noch 73 Prozent. "Es überrascht uns nicht, dass für die Millennials (48 Prozent) die sogenannte Reichweitenangst weniger beunruhigend ist als für Generation X oder für die  Baby Boomer (64 Prozent bzw. 66 Prozent)", resümiert die AAA. Einen Begründung für diese Aussage liefert der Verband allerdings nicht.


"Auch wenn Amerikaner gegenüber Elektroautos aufgeschlossener sind als zuvor: die passende Ladeinfrastruktur wird entscheidend sein, ob Elektromobilität in der Gesamtgesellschaft etabliert werden kann", so die American Automobile Association. Im Jahr 2018 war die Verfügbarkeit von Ladestationen in den Vereinigten Staaten auf mehr als 16.000 Einheiten angewachsen. Im Vergleich: in Deutschland, das etwa 26-mal kleiner ist als die USA, gibt es aktuell knapp 9.000 Ladestationen. Und auch die Ladezeit selbst darf nicht vernachlässigt werden: Sieben von zehn  Amerikanern sind der Meinung, dass eine Ladezeit von maximal 30 Minuten "angemessen" ist, wenn sie unterwegs sind.


"Die Fahrer von heute sind an eine schnelle Tankfüllung an der Tankstelle gewöhnt, aber das Laden von Elektrofahrzeugen kann unter Umständen noch mehrere Stunden dauern", gibt Greg Bannon vom AAA zu Bedenken. Dennoch sieht er die amerikanische Elektromobilität optimistisch: "Mit ein wenig Planung können Besitzer von Elektrofahrzeugen bereits eine Menge für ein problemloses Vorankommen tun. Und wenn sich die Technik verbessert, werden auch die Ladezeiten sinken."


In den Vereinigten Staaten wurden 2017 etwa 106.000 reine Elektroautos (BEV) verkauft. Tesla und Chevrolet führten im April 2018 die Liste der Fahrzeughersteller nach verkauften Einheiten an. (aho)

 

Quelle: aaa.com

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