KDDI und Sony investieren in Autonomes Fahren

Investitionen in die Trendtechnologie Autonomes Fahren nehmen weltweit rasant zu. Auch Japans Elektronikkonzerne Sony und KDDI setzen auf die vielversprechende Technologie: Zusammen mit weiteren Investoren lassen die Unternehmen rund 28 Millionen Dollar in das Start-up Tier IV fließen.

Japanisches Start-up sammelt 28 Millionen Dollar 

 

Japans Telekommunikationsunternehmen KDDI, Sony und andere investieren insgesamt rund 28,4 Millionen US-Dollar in Tier IV, ein universitäres Start-up, das Betriebssysteme für selbstfahrende Fahrzeuge entwickelt. In einer Erklärung am 05.03.2018 kündigte KDDI an, dass man mit Tier IV zusammenarbeiten werde, um Tests mit autonom fahrenden Fahrzeugen unter Verwendung der 5G-Technologie durchzuführen.Sony will mit Tier IV in den Geschäftsbereichen Halbleiter und Nichtlebensversicherungen kollaborieren. Auch das japanische Private Equity-Unternehmen Jafco und die University of Tokyo Edge Capital investieren in das Projekt.

Tier IV wird das gesammelte Kapital nutzen, um selbstfahrende Autos für Tests in Japan und Übersee einzusetzen und damit regionale Transportsysteme mit autonomen Niedriggeschwindigkeits-Fahrzeugen zu entwickeln. Das Start-up Tier IV wurde im Jahr 2015 auf der Grundlage von Forschungen unter anderem der Nagoya University und des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology gegründet. Das Betriebssystem Autoware von Tier IV haben bereits mehr als 100 Unternehmen übernommen - darunter Yamaha Motor, Sony und der US-Chiphersteller Nvidia. Tier IV verfolgt als einer der ersten Entwickler von Technologien für autonomes Fahren einen Open-Source-Ansatz. Auch der chinesische Internetgigant Baidu teilte im letzten Jahr mit, kostenlose und frei verfügbare Software unterstützen zu wollen, um die Entwicklung voranzutreiben.

3 Milliarden Dollar weltweit für autonome Technologien

Die Investitionen in autonome Technologien haben sich gegenüber dem Vorjahr weltweit verdreifacht: Im Jahr 2017 stiegen die Investitionen auf 3 Milliarden US-Dollar, so das US-amerikanische Forschungsunternehmen CB Insights. Im vergangenen Jahr konnte Nauto - ein US-Startup, das Bildanalyse-Technologie entwickelt - insgesamt 159 Millionen Dollar von Unternehmen wie SoftBank Group, General Motors und BMW sammeln. Ende Februar erhielt Aurora Innovation - ein Start-up für künstliche Intelligenz, das unter anderem von Chris Urmson, dem ehemaligen Leiter des autonomen Fahrprojekts von Google, gegründet wurde - 90 Millionen Dollar.  (sih)

 

Quelle: Nikkei Asian Review

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