Bund fördert Erforschung von Post-Li-Ionen-Technologien

Das Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) unterstützt mit rund 850.000 Euro den Aufbau einer Anlage zur Erforschung neuartiger Batteriespeicher an der Hochschule Aalen. Im Rahmen des kürzlich genehmigten Projektes HiBat4.0 sollen neue Materialsysteme und Produktionstechnologien für Batterien mit signifikant höherer Energiedichte und gesteigerter Sicherheit erforscht werden. 

Das Projekt HiBat4.0

Die Hochschule Aalen freut sich über eine neue Anlage, die durch das BMBF im Rahmen des FHInvest-Programms gefördert wird. Damit wird die Geräteinfrastruktur im Forschungsschwerpunkt „Neue Materialien und Fertigungsverfahren" an der Hochschule signifikant verbessert. Zahlreiche laufende Projekte wie beispielsweise das mit fünf Millionen Euro geförderte FH-Impuls-Projekt „Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte“ (SmartPro), an dem mehr als 40 Partner aus Forschung und Wirtschaft beteiligt sind, werden von der Anlage profitieren.

Professor Volker Knoblauch vom Institut für Materialforschung, der das Projekt HiBat4.0 leitet, ist begeistert: „Mit der Anlage können wir völlig neue Fragestellungen im Bereich elektrischer Energiespeicher angehen und in die Erforschung der sogenannten Post-Lithium-Ionen-Technologien einsteigen. Ich erwarte mir hier wichtige Erkenntnisse, die für die Umsetzung der Technologie in neue Produkte von großer Bedeutung sind und bedanke mich bei allen, die zum Erfolg unseres Antrags beigetragen haben.“

Neuland betreten: Feststoffbatterien

Die neuartigen Materialsysteme für Feststoffbatterien, die mit der Anlage erforscht werden sollen, reagieren extrem empfindlich und werden durch Kontakt mit Sauerstoff oder Feuchtigkeit verändert oder sogar inaktiviert. Im Projekt HiBat4.0 wird nun eine Anlagentechnik aufgebaut, mit der solche Systeme unter kontrollierten Bedingungen prozessiert, auf Herz und Nieren geprüft und bis auf die atomare Ebene analysiert werden können. Hierzu müssen die erforderlichen Gerätschaften für die unterschiedlichen Prozessierungs- und Analyseschritte in miteinander verbundenen Arbeitskammern mit kontrollierter Atmosphäre integriert werden.

„Das wird eine spannende Aufgabe“, freut sich das Team um Professor Knoblauch, denn eine so konzipierte Anlage gibt es bislang noch nicht. Das bedeutet, Neuland zu betreten.

 

Quelle: Hochschule Aalen via idw

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