ADAC: "Elektroautos überraschend günstig"

Können Elektroautos mit Benzinern oder Dieselfahrzeugen kostentechnisch mithalten? Eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt klar: Die Stromer schneiden immer öfter positiv ab.

Tesla Model X auch ohne Umweltprämie attraktiv

Für seinen Vergleichtest hatte der Mobilitätsclub acht im ADAC Ecotest getestete E-Autos mit herkömmlich angetriebenen Modellen verglichen, die in Ausstattung und Motorleistung in etwa vergleichbar sind: auf der Stromerseite die Modelle BMW i3s, Nissan Leaf, Hyundai Ioniq Elektro, Renault Zoe, smart fourtwo Coupé EQ, VW e-up!, VW e-Golf sowie den Tesla Model X 100 D. Bei allen Antriebsarten wurden neben dem Kaufpreis die evtentuell abrufbare Umweltprämie, die Betriebs- und Wartungskosten sowie der Wertverlust berücksichtigt (zur kompletten Übersicht der Kostengrundlage).

Günstiger als die vergleichbaren herkömmlich angetriebenen Autos schneiden vier e-Modelle ab: der BMW i3s, der Hyundai Ioniq Elektro, das smart fortwo coupé EQ prime und das Tesla Model X. Die e-Version des VW Golf kommt über alle Kosten auf 48,6 Cent pro Kilometer, der vergleichbar ausgestattete 1.5 TSI Benziner ist mit 49 Cent etwas teurer. Das Dieselmodell (1.6 TDI) ist mit 47 Cent/km im Vergleich am günstigsten. In der Premium-Klasse können die Stromer einen Sieg für sich verbuchen: Ein Tesla Model X zu fahren ist billiger als einen Audi SQ7 TDI im Alltag zu bewegen. Und das, obwohl es die Umweltprämie von 4000 Euro für den Tesla nicht gibt. 1,32 Euro kostet der Tesla pro Kilometer, der Audi 1,38 Euro in der realen Gesamtkostenbetrachtung.

Je mehr Fahrleistung, desto eher rechnet es sich

"Besonders spannend ist diese Berechnung, weil sich über die Jahre die vergleichsweise geringen Wartungs- und Betriebskosten von Elektroautos in der Gesamtbilanz bemerkbar machen“, so das Fazit des ADAC. „Je mehr ein Elektroauto fährt, desto eher rechnet es sich.“ Einziger „Wermutstropfen“ sei jedoch die immer noch vergleichsweise geringe Reichweite der Elektroautos, moniert der Mobilitätsclub. Wer nur auf kurzen bzw. gelegentlich mittleren Strecken unterwegs sei, der fahre unter Umständen elektrisch billiger. (aho)

 

Quelle: ADAC

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