Bosch und NIO vereinbaren strategische Partnerschaft

Die Bosch-Gruppe und das chinesische Elektroauto-Unternehmen NIO haben eine strategische Kooperation mit Fokus auf Sensorik, automatisiertes Fahren, Elektromotorsteuerung und intelligente Transportsysteme vereinbart. Die Komponenten sollen für neue NIO-Fahrzeugmodelle weiterentwickelt werden.

NIO setzt auf Vernetzung und Digitalisierung

Im Dezember 2017 hatte NIO erstmals seinen 7-Sitzer-Elektro-SUV ES8 in Peking vorgestellt, der seit Juni 2018 an Kunden in China ausgeliefert wird. In dem Fahrzeug sind bereits Schlüsselkomponenten von Bosch wie Fahrerassistenzsysteme, Steuergeräte, Sensorik und der elektromechanische Bremskraftverstärker iBooster verbaut. Im Rahmen der Partnerschaft soll jetzt die Entwicklung für automatisiertes Fahren, intelligente Transportsysteme und Elektromotorsteuerung vorangetrieben werden, um sie später in neuen NIO-Stromern zu verbauen. Bereits beim Launch des ES8 hatte NIO betont, dass das Fahrzeug auf einem "digitalen Gesamtkonzept und Vernetzung" basiere.

Das "globale Start Up", wie sich NIO selbst nennt, beschäftigt weltweit mehr als 2000 Mitarbeiter an 13 Standorten, darunter München (Kreativzentrum) und  San Jose (Entwicklungszentrum). Zu NIOs Geldgebern gehören Unternehmen wie der Technologie-Riese Tencent und der Handyhersteller Xiaomi.

Bosch ist in China bereits seit 1909 aktiv. Insgesamt flossen in den vergangenen zehn Jahren mehr als 4,8 Milliarden Euro in die chinesischen Bosch-Standorte. In Wuxi entsteht die nach Konzernangaben weltweit erste Produktionsstätte für 48-Volt-Batterien in Elektroautos. Im November 2018 soll in Nanjing der erste iBooster-Produktionsstandort von Bosch im asiatisch-pazifischen Raum offiziell an den Start gehen. Damit will das Unternehmen die wachsende Nachfrage nach elektrifizierten und automatisierten Antriebslösungen in China bedienen. Zudem ist für 2018 die Eröffnung eines Artificial Intelligence Centers in China geplant.(aho)

 

Quelle: Bosch

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