Das EU-Parlament will Immobilienbesitzer zum Aufbau der Infrastruktur für E-Autos verpflichten.

Geht es nach dem EU-Parlament, müssen Immobilienbesitzer von Nicht-Wohngebäuden ab 2025 auf eigene Kosten Ladesäulen nachrüsten. Bisher ist diese Maßnahme nur bei Neubauten und Renovierungen vorgesehen. Die Unternehmen befürchten Mehrkosten in Milliardenhöhe.

Mehr als zehn Parkplätze? Nachrüstungspflicht!

Die Pflicht zur Nachrüstung beträfe alle kommerziellen Nicht-Wohngebäude im Bestand, auf deren Parkplätze mehr als zehn Stellplätze vorhanden sind. Darunter können beispielsweise Hotels, der Einzelhandel, Supermärkte und Industrieunternehmen fallen. Anfang Dezember wollen die EU-Mitgliedsstaaten, das EU-Parlament sowie die EU-Kommission über den Vorstoß verhandeln, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Beim Neubau  und umfassenden Renovierungen von Nicht-Wohngebäuden steht bereits fest, dass Immobilienbesitzer ab 2025 ab zehn vorhandenen Stellplätzen eine Ladesäule aufstellen müssen.

Mehrkosten von 7,5 Milliarden Euro

Kritik an dem Vorhaben äußerten bereits die deutschen Unternehmerverbände. Würde man jedes dritte der drei Nicht-Wohngebäude den Anforderungen nach mit Ladesäulen ausstatten, beliefen sich die Mehrkosten auf 7,5 Milliarden Euro, so die Unternehmen. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sagte gegenüber der Stuttgarter Zeitung: "Es ist nicht sinnvoll, dass Investitionen in eine spezifische Technologie von der gesamten Wirtschaft bezahlt werden sollen, statt von denjenigen, die den Vorteil davon haben." Ob die Ladesäulen-Pflicht überhaupt in dem "gefürchteten" Ausmaß in Kraft treten wird, wird sich erst zeigen. Denn: Die EU-Mitgliedstaaten sollen nach dem Willen der EU-Kommission selbst entscheiden, ob sie kleine und mittlere Unternehmen und Behörden davon befreien.

 

Quelle: Stuttgarter Zeitung

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(© iStock.com / adventtr)

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