Toyota baut Megawatt-Brennstoffzellen-Kraftwerk

Toyota setzt weiterhin massiv auf Wasserstoff und baut das weltweit erste Brennstoffzellen-Kraftwerk zur Stromerzeugung im Megawatt-Bereich. Die „Tri-Gen“ genannte Anlage soll 2020 im Hafen von Long Beach in Kalifornien ihren Betrieb aufnehmen.

Brennstoffzellen-KW: Energie für 1.500 Fahrzeuge pro Tag

Tri-Gen soll nach Angaben des japanischen Autobauers nicht nur Elektrizität, sondern auch Wasser und Wasserstoff aus Bio-Abfällen produzieren. Konkret spricht Toyota von rund 2,35 Megawatt Strom und 1,2 Tonnen Wasserstoff, die das Brennstoffzellen-Kraftwerk der Superlative pro Tag erzeugen soll. Das entspricht dem Energiebedarf von 2.350 Durchschnittshaushalten und fast 1.500 Fahrzeugen.

Mithilfe der Wasserstoff-Tankstelle soll die Tri-Gen-Anlage künftig auch die Toyota Brennstoffzellenfahrzeuge versorgen, die im Hafen von Long Beach unterwegs sind – unter anderem die Wasserstoff-Limousine Mirai sowie einen Schwerlast LKW. Im Bundesstaat Kalifornien gibt es bereits 31 Wasserstoff-Tankstellen. Für weitere Stationen arbeite man mit verschiedenen Partnern zusammen, darunter auch Mineralölkonzern Shell, ließ Toyota wissen. Unterstützt wird die Kooperation von staatlichen Energieagentur Kaliforniens: Sie bezuschusst den Ausbau mit mehr als 16 Millionen US-Dollar (rund 15 Millionen Euro).

Toyota setzt auf Brennstoffzellen-Strategie

Toyota hat sich in der Autobranche in Sachen Brennstoffzellen-Antrieb als Vorreiter etabliert. 2014 Jahren brachten die Japaner die weltweit erste serienmäßige Brennstoffzellenlimousine Mirai auf die Straße. 2018 soll der Brennstoffzellenbus Sora in Serie gehen. "Wir sind vom langfristigen Erfolg der Brennstoffzelle überzeugt – schließlich löst sie viele Herausforderungen der Zukunft, die mit anderen alternativen Antrieben verbunden sind", erklärt Toyota seine Wasserstoff-Stratgie. Im Frühjahr 2017 hatten sich Toyota und zehn weitere japanische Unternehmen sich auf eine Zusammenarbeit beim Bau von Wasserstoff-Tankstellen in Japan verständigt.

Erklärtes Ziel bis 2020 ist die Errichtung von 160 Wasserstoff-Stationen und den Betrieb von 40.000 Brennstoffzellen-Fahrzeugen. In Deutschland arbeitet der Konzern mit Politik- Industriepartnern in dem branchenübergreifenden Joint-Venture H2 Mobility Germany zusammen, das sich für den Aufbau einer bundesweit flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur stark macht.

Wie funktioniert ein Brennstoffzellen-Auto?

Der Wasserstoff wird in zwei speziell entwickelten Tanks unter dem Fahrzeuginnenraum gespeichert. Zum Antrieb des Autos wird der Wasserstoff in die Brennstoffzelle geleitet und reagiert dort mit dem Sauerstoff, der durch die großen Lufteinlässe in den Verdichter gelangt. Durch diese chemische Reaktion entsteht die Elektrizität, die den Elektromotor antreibt. Zusätzlich wird in einer Hochvolt-Batterie die Bremsenergie gespeichert und als Unterstützung z.B. bei Überholmanövern eingesetzt. 

 

 

Quelle: toyota-media.de

0
0
0
s2smodern

Unser Veranstaltungs-Tipp

Ladeinfrastruktur ko

(© iStock.com / adventtr)

Alles Wissenswerte und Aktuelles rund um "Leichte E-Mobilität" diskutiert der VDI auf seiner gleichnamigen Tagung in München. Termin ist der 11. und 12. September.

Mehr Infos zum Event

Zahl der Woche

Elektromobilität Zahl der Woche

10.000

Elektroautos sind - Stand September 2018 - in Neuseeland unterwegs. 2013 waren es nur 210 Fahrzeuge.

Video-Fundstück

Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

Folge 21: Forscher der TU Graz präsentieren gemeinsam mit Industriepartnern den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge.