Continental zeigt neues Ladesystem AllCharge

Das Technologieunternehmen Continental wird auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas das neue Ladekonzept AllCharge vorstellen: Damit sollen Elektroautos sowohl an AC als auch an DC-Ladesäulen mit maximaler Ladeleistung versorgt werden.

AllCharge: „Universalschlüssel“ für alle Ladesäulen

Das System AllCharge von Continental soll die Suche nach einer passenden Ladesäule beenden, da es unabhängig von der Ladeleistung, Stromart und Spannungslage mit allen Säulen kompatibel ist. Ein weiterer Vorteil besteht laut Continental darin, dass Elektrofahrzeuge durch AllCharge ohne zusätzlichen Aufwand in der Lage sind, Wechselstrom mit hoher Leistung bereitzustellen – beispielsweise beim Camping oder bei Handwerker-Einsätzen auf Baustellen. Neben AllCharge wird Continental auch ein induktives, also ein kabelloses Ladesystem, auf der Consumer Electronics Show (Januar 2018) vorstellen.

„Die innovativen Technologien, die wir auf der CES präsentieren, werden das ‚Stromtanken’ einfacher, komfortabler und effizienter machen. Das wird dazu beitragen, dass die viel diskutierte ‚Reichweitenangst’ schon bald keine große Rolle mehr spielen wird. Darüber hinaus gibt unser AllCharge-System Elektrofahrzeugen einen echten Mehrwert, indem es sie zur mobilen Energiequelle macht,“ sagt Brian McKay, Director Powertrain Technology & Innovation von Continental.

 

Continental AllCharge Ladetechnik

Beim Camping: Eine der vielen  Nutzungsmöglichkeiten für die große in der Fahrzeugbatterie gespeicherte Energiemenge © Continental AG

AllCharge: Der elektrische Antrieb wird zum Ladesystem

Beim kabelgebundenen Laden muss grundsätzlich der Wechselstrom (AC) aus dem Netz in Gleichstrom (DC) umgewandelt werden, mit dem dann die Batterie aufgeladen wird. Die Umwandlung erfolgt entweder schon in der Ladesäule (DC-Laden) oder im Fahrzeug (AC-Laden) mit Hilfe eines sogenannten On-Board Chargers (OBC). Da DC-Ladesäulen (noch) sehr teuer sind, setzt sich bei Ladepunkten für den täglichen Bedarf das AC-Laden durch. Zugleich steigt der Bedarf an höheren Ladeleistungen, was einen immer größeren und teureren On-Board-Charger erfordert.

Mit dem AllCharge-System will Continental einen neuen Weg gehen: Statt noch mehr Ladetechnik ins Auto zu packen, haben sie den elektrischen Antrieb zum Ladesystem weiterentwickelt. Dabei wurden der Elektromotor und der Inverter (Wandler zwischen Gleich- und Wechselstrom) für die Zusatzaufgabe des Ladens ertüchtigt. Als einzige Zusatzkomponente umfasst dieses System einen DC/DC-Wandler, der für eine optimale Spannung zur Batterie sorgen soll. Beim Laden fließt entweder Wechselstrom von der Ladesäule durch den Elektromotor zum Inverter und von dort als Gleichstrom weiter zur Batterie; oder die Ladesäule gibt Gleichstrom ab, der über den DC/DC-Wandler direkt die Batterie lädt.

Das Elektroauto als "rollende Powerbank"

Generell können Elektrofahrzeuge aufgrund ihrer hohen Batteriekapazität auch als Stromquelle genutzt werden. Bei Fahrzeugen mit On-Board-Charger ist dies in der Regel aber nur mit einem zusätzlichen, mehrere Tausend Euro teuren Wechselrichter möglich, der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Beim AllCharge-System dagegen ist diese bidirektionale Funktion bereits integriert – dazu liefert es den Wechselstrom ohne Leistungsbeschränkung.

"Langfristig können Elektrofahrzeuge durch diese Funktion darüber hinaus einen Beitrag zur Energiewende leisten, indem sie als mobile Energiespeicher in Versorgungsnetzwerke eingebunden werden"

Damit, so Continental, ist AllCharge quasi ein „Universalschlüssel“, mit dem der Fahrer beim kabelgebundenen Laden auf jede Lademöglichkeit zugreifen kann. Da beim Wechselstrom-Laden die Begrenzung durch den On-Board-Charger wegfällt, kann AllCharge bei entsprechender AC-Infrastruktur die Batterie mit bis zu 43 Kilowatt laden. Das bedeutet in zehn Minuten ein Plus von bis zu 50 Kilometer Reichweite.

Zugleich lassen sich mit AllCharge auch 400-Volt-Gleichstrom-Schnellladestationen nutzen, an denen in zehn Minuten bis zu 150 km Reichweite gewonnen werden kann. Elektrofahrzeuge mit sehr großer Batterie können ihre Reichweite an 800-Volt-DC-Stationen in zehn Minuten sogar um bis zu 300 Kilometer erhöhen. Damit nähert sich die Ladezeit der Dauer eines herkömmlichen Tankstellenaufenthaltes, erklärt das Unternehmen.

Produktionsstart der AllCharge-Technologie ist für 2022 vorgesehen.

 

Quelle: continental-corporation.com

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