Eine aktuelle Auswertung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt, dass Hamburg mit 774 Ladepunkten Spitzenreiter beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in deutschen Städten ist. Platz 1 bei den Bundesländern belegt Bayern.

In der Erhebung wurden neben den Ladesäulen im öffentlichen Raum auch Ladesäulen auf öffentlich zugänglichem Privatgelände (Parkhäuser, Supermarkt-Parklätze usw.) erfasst. Im Städteranking folgen Berlin auf Platz zwei (628 Ladepunkten) und Stuttgart auf Platz drei (mit 402 Ladepunkten). Mit Blick auf die Bundesländer liegt Bayern mit 2.503 Ladepunkten inzwischen deutlich vor Nordrhein-Westfalen (1.970) und Baden-Württemberg (1.786). Insgesamt gibt es inzwischen fast 11.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte, bilanziert der BDEW. Demgegenüber steht die Summe von etwa 99.600 in Deutschland zugelassenen voll- oder teilelektrisch betriebenen Autos. Statistisch gesehen kommen damit gerade einmal 9 Fahrzeuge auf einen Ladepunkt.

 

  • Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladepunkte
  • BEW Zahlen Ladeinfrastruktur  2017 10 S3
  • BEW Zahlen Ladeinfrastruktur  2017 10 S4
  • BEW Zahlen Ladeinfrastruktur  2017 10 S5

    "Das zeigt: Die Energiewirtschaft ist beim Ausbau der Ladeinfrastruktur massiv in Vorleistung gegangen und treibt die klimaschonende Antriebstechnologie voran. Und das, obwohl sich der Betrieb der Ladesäulen aufgrund der geringen Fahrzeuganzahl bisher nicht lohnt. Die Automobilindustrie muss jetzt endlich nachziehen und E-Autos auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung einer breiteren Käuferschicht entsprechen", so Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Zudem müssten die Verteilnetze auf den gewünschten Aufschwung der Elektromobilität optimal vorbereitet werden und die Potenziale der Digitalisierung sowie smarter Technik konsequent genutzt werden.

    Allerdings: Eine Analyse des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen im Oktober hatte der Ladeinfrastruktur in Deutschland dagegen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. In deutschen Großstädten müssten sich im Verhältnis zur Einwohnerzahl immer noch zu viele Personen eine Ladesäule teilen. Platz 1 in der CAR-Untersuchung belegt Stuttgart: dort kommen "nur" 2.694 Einwohner auf eine Ladesäule. Die Hamburger sind mit 8131 Einwohner pro Ladesäule immerhin noch auf Platz 5.

     

    Quelle: BDEW


     

     

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