Von den Bürgern vorgeschlagene Standorte für Ladestationen werden mit einem Geo-Pin gekennzeichnet und je nach Häufigkeit der Nennung in einer Karte visualisiert.

Um Hannover "bundesweit" zu "einer der führenden Städte bei der E-Mobilität" zu machen, kooperiert das Unternehmen Enercity mit Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe. Ladestationen für Elektrobusse sollen künftig auch Elektroautos zum Stromtanken dienen.

30 Schnellladesäulen und mindestens 420 normale Ladepunkte

Enercity und Üstra arbeiten für die Realisierung von DC-Schnellladestationen (Direct Current, kurz DC) zusammen und haben einen entsprechenden „Letter of Intent“ unterzeichnet. Die Ladeinfrastruktur für die E-Bus-Flotte der Üstra soll künftig gleichzeitig für PKW-Schnellladestationen der Enercity genutzt werden.

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist eine wichtige Komponente auf dem Weg Hannovers zu einer Smart City. Insbesondere das Schnellladen durch sogenannte DC-Ladesäulen wird entscheidend für die E-Mobilität sein“, sagt die Enercity-Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva. „Wir planen den Bau von 30 Schnellladesäulen, wo E-Autos je nach Fahrzeugtyp innerhalb von 10 bis 30 Minuten geladen werden können. Dazu kommen noch mindestens 420 normale Ladesäulen, wo das Auto innerhalb von durchschnittlich zwei Stunden geladen wird“, so Zapreva. Das Ziel: "in zwei Jahren das Oslo Deutschlands zu sein“.

Das Unternehmen Üstra, das bis 2023 den Busbetrieb in der Umweltzone Hannovers (Innenstadt) auf fünf Buslinien mit insgesamt 48 Fahrzeugen komplett auf E-Busse umstellen will, braucht dafür auch die Ladeinfrastruktur. Dort wird Enercity dann auf die gleiche Ladetechnik zugreifen und öffentliche Schnellladestationen für Elektroautos mit 50 bis 150 kW DC einrichten. "Durch eine verzahnte Zusammenarbeit mit Enercity bei Planung, Bau und Betrieb stellen wir die effiziente Nutzung des öffentlichen Raums sicher und bringen die Elektromobilität in Hannover gemeinsam einen großen Schritt voran“, erläutert der Üstra-Vorstandsvorsitzende Dr. Volkhardt Klöppner. Die gemeinsame Nutzung der Ladeinfrastruktur spare Kosten und erleichtere den Ausbau der Elektromobilität.

Bürgerbeteiligung und eine Reise nach Oslo

Eng einbezogen werden sollen die Bürger. Über den direkten Dialog und online können sie ihre Standortvorschläge für die Ladeinfrastruktur in die Planungen einbringen. Dabei soll auch herausgefunden werden, wo die Menschen wohnen, die bereits Elektroautos fahren oder sich vorstellen können, umzusteigen. Zudem sind die 13 Stadtbezirke Hannovers zum Wettbewerb „Vorfahrer-Challenge“ um mehr E-Mobilität aufgerufen. Interessierte können ihren individuellen Wunschstandort auf einer Online-Map von Hannover abgeben. Der Bezirk mit den meisten Nennungen von Wunschstandorten gewinnt eine E-Mobilitäts-Roadshow. Dort können die Bürger sich über Elektromobilität informieren, Elektrofahrzeuge anschauen und Probefahren.

Alle vorgeschlagenen Ladestationen werden mit einem Geo-Pin gekennzeichnet und je nach Häufigkeit der Nennung visualisiert. Wer mitmacht, das heißt einen Wunschstandort einreicht, dem winkt eine Reise nach Oslo, die im Zuge der Aktion verlost wird. (khof)

 Quelle: Enercity

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