Mary Gustanski, Chief Technology Officer bei Delphi Technologies

Bei der Produktion von Elektroautos sollen künftig bis zu rund 870 Euro je Fahrzeug eingespart werden können. Das verspricht der Automobilzulieferer und Leistungselektronikanbieter Delphi Technologies mit Stammsitz in London.

Kleineres Gesamtpaket

Leistungselektronik wird benötigt, um den Strom effizient durch elektrifizierte Autos zu verteilen und bedarfsgerecht umzuwandeln. Sie besteht regulär aus einem Wechselrichter beziehungsweise Inverter, der den Akku-Gleichstrom in Wechselstrom für den Antrieb umwandelt und umgekehrt Rekuperation zur Reichweitenerhöhung erlaubt. Hinzu kommen unter anderem ein DC/DC-Wandler (Gleichspannungswandler) zur Umwandlung der hohen Spannung aus der Batterie in niedrigere für Verbraucher wie die Klimaanlage oder Servolenkung und ein Onboard-Ladegerät, das beim Laden des Akkus von extern eingehenden Wechselstrom gleichrichtet.

Der Automobilzulieferer Delphi Technologies hat nun seiner Aussage zufolge eine Möglichkeit gefunden, mehrere Funktionen der Leistungselektronik in einem Gehäuse zu bündeln. Dafür habe man etwa die Wechselrichter-Steuerung direkt mit dem Motor verbunden. Dies mache zusätzliche Anschlüsse überflüssig. Delphi zufolge sind Motorsteuerung, Getriebesteuerung, Gleichrichter und Batteriemanagement mit einer „Box“ verbunden. Diese Box steuert sie und erlaubt ihnen, miteinander und mit der „Außenwelt“ zu kommunizieren. Das Gesamtpaket werde kleiner und komme mit weniger Kabeln und Leitungen aus.

„Neben einem möglichen Durchbruch in der Batterie-Technologie bietet dieses ‚All-in-one‘-Konzept das größte Potenzial, jedwedes Elektroauto günstiger zu machen, ganz gleich ob Hybrid oder reines Elektrofahrzeug“, wirbt Mary Gustanski, Chief Technology Officer bei Delphi Technologies. Automobilhersteller sollen bei der Produktion bis zu etwa 870 Euro je Wagen einsparen können. (khof)

Quelle: Pressebox

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