Telekom macht Verteilerkästen zu Ladestationen

Konkrete Form haben nun die Pläne der Deutschen Telekom angenommen, sich für Ladesäulen zu engagieren. Der Konzern hat die ersten öffentlichen Stromtankstellen vorgestellt. Genutzt wird dafür die vorhandene Infrastruktur.

Katalysator der E-Mobilität?

Vielleicht gibt dieser Schritt eines großen Konzerns der Elektromobilität einen entscheidenden Schub. Denn was sich schon Ende 2017 abzeichnete, wird nun nach und nach umgesetzt. Die Deutsche Telekom gab in Darmstadt und Bonn den Startschuss für ein „bundesweites Netz mit öffentlichen Ladestellen für Elektroautos“ – das wenigstens ist das Ziel. In Darmstadt wurden dafür die ersten drei Ladesäulen in Betrieb genommen, in Bonn ein erster Anlaufpunkt und darüber hinaus eine erste Schnellladesäule.

Schnell und schneller laden

Das Unternehmen will so genannte Schnell-Ladepunkte und Normal-Ladepunkte kombinieren. Die Mittelspannungsanlagen beziehungsweise großen Netzknotenpunkte sollen zu Turboladern aufgebaut werden. In den kommenden drei Monaten will die Telekom zirka 100 dieser in Betrieb nehmen. In nerhalb der nächsten drei Jahre plant der Konzern die Erhöhung auf 500. Dem Autofahrer werden an diesen bis zu 150 Kilowatt zur Verfügung stehen. Das angeschlossene Fahrzeug soll sich damit in rund zehn Minuten für eine Reichweite von zirka 100 Kilometer laden lassen.

Mit den überall stehenden grauen Kästen, den Kabelverzweigern, die über eine eigene Stromversorgung verfügen, möchte der Konzern künftig je zwei Fahrzeuge über einen Ladestecker Typ 2 mit elf Kilowatt versorgen. Innerhalb einer Stunde sollen die angeschlossenen Wagen, abhängig vom Fahrzeugtyp, Strom für eine Fahrt von 50 bis 75 Kilometern erhalten.

Priorisiert werden beim Ausbau sollen zuerst Standorte, an denen ohnehin Baumaßnahmen geplant sind oder für die Förderprogramme genutzt werden können. Umgesetzt wird der Ausbau von der Telekom-Tochter Comfort Charge. In dieser hat der Konzern seit Anfang 2018 die Aktivitäten im Bereich Ladeinfrastruktur für E-Mobilität gebündelt. Der Comfort-Charge-Geschäftsführer Bruno Jacobfeuerborn jedenfalls schwärmt unter anderem für die schnellen Aufladepunkte: „Das ist die schnellste Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge in Deutschlands Städten.“ (khof)

Quelle: Deutsche Telekom, Comfort Charge

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