Hybridfähre für die Verbindung zwischen Ærø und Rudkøbing

Baumüller baut gemeinsam mit der dänischen Werft Hvide Sand eine hybride Fähre: einer von etlichen und nicht der letzte Auftrag für das Unternehmen mit Hauptsitz in Nürnberg rund um elektrische Antriebe für Wasserfahrzeuge. Auch in der Schifffahrt scheint also die Elektrifizierung zunehmend anzukommen.

11 Knoten

Immer mehr elektrisch angetriebene Schiffe werden hierzulande und anderswo, oft mit Beteiligung deutscher Unternehmen, zu Wasser gelassen. So soll beispielsweise ab Herbst 2019 in Dänemark eine neue hybride Fähre der Fährgesellschaft ÆrøXpressen für eine Verbindung zwischen den Häfen Ærø und Rudkøbing im südlichen Dänemark sorgen und bis zu 32 Pkw und 196 Passagiere befördern.

Dafür hat die dänische Werft Hvide Sande dem Hersteller elektrischer Automatisierungs- und Antriebssysteme Baumüller den Auftrag erteilt, das gesamte hybride Antriebssystem zu liefern: Elektro-Maschine des Dieselgenerators, Antriebe für Propeller und Bugstrahlruder, Energieverteilungssystem und Bordnetzspannungserzeugung.

Das Schiff erhält damit eine dieselelektrische Hybridlösung. Elektromotoren treiben es an, nur zur Stromerzeugung sind Dieselaggregate an Bord. Innerhalb der Häfen läuft die Fähre vollelektrisch. Sie kommt auf 11 Knoten, das entspricht zirka 20 km/h. Außerdem soll speziell der Hybridantrieb für eine "gute Manövrierfähigkeit und eine sehr geringe Vibration" sorgen.

„Skandinavien ist der größte Schiffsmarkt in Europa mit vielen Fährverbindungen und erfährt aktuell einen starken Trend hin zu ökologischen Lösungen. Wir tragen auf dem Wasser mit unserer hybriden Fähre zum umweltfreundlichen Verkehr bei“, erklärt Martin Larsen, Senior Project Manager, Hvide Sande.

Niederlassung in Dänemark

Da Dänemark zu den "wichtigen skandinavischen Ländern" gehöre und man "dort viel Potenzial für anspruchsvolle Projekte" sehe, hat der Antriebsspezialist dieses Jahr in dem Land eine Niederlassung gegründet. Ebenfalls 2018 hat Baumüller eine hybride Fähre in Deutschland mitgebaut und eine vollelektrische Fähre in Asien ausgerüstet. Auch für 2019 sind demnach weitere Systeme für Arbeitsschiffe im Auftragsbestand. (khof)

Quelle: Baumüller

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