VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Döpfner (© Volkswagen AG)

Der VW-Vorstandvorsitzende Matthias Müller hat sich in einem Gespräch mit dem Handelsblatt für Abstriche bei Diesel-Steuererleichterungen eingesetzt. Das Geld solle besser in umweltschonende Antriebstechniken investiert werden.

Fahrverbote nein, Diesel-Subventions-Ende ja

Müller plädiert außerdem für die Einführung einer blauen Umwelt-Plakette, deren Vergabe an einen bestimmten Stickoxid-Grenzwert gebunden ist. Wer darunter liegt, soll nach Ansicht Müllers in den Städten fahren dürfen - auch wenn er einen Euro-5 statt eines Euro-6-Fahrzeugs fährt. Großflächige Fahrverbote müssten verhindert werden, so der VW-Chef. Für den Standort Deutschland sei dies schädlich. Gleichzeitig betonte Müller im Interview, dass man den "Sinn und Zweck der Dieselsubventionen hinterfragen sollte". Die Steuererleichterugen hätten den Absatz von Diesel-Fahrzeugen sehr gefördert. Wenn jetzt der Umstieg auf die Elektromobilität gelinge solle, könne der Diesel nicht weiter in dem Umfang subventioniert werden, wie es bisher der Fall sei. Müller forderte die Autoindustrie auf, diese Diskussion "proaktiv" mit der Politik zu führen.

Abstriche bei den Diesel-Subventionen, dafür Anreize für Elektroautos, wären jedenfalls das richtige Signal.

- VW-Chef Matthias Müller

Ein Ende der Subventionen für Verbrennungsmotoren, und dafür mehr Geld in die Forschung umweltfreundlicher Antriebe - dieses Szenario sei auch ohne Existenzängste auszuhalten, so Müller weiter. Zudem müsse eine flächendeckende Ladeinfrastruktur in Deutschland geschaffen werden.

Das Bundesverwaltungsgericht wird am 22. Februar ein Urteil zum Thema "Diesel-Fahrverbote" fällen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte wegen zu hoher Stickoxidwerte in Düsseldorf gegen die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen geklagt. Das Urteil könnte bundesweit Auswirkungen für Fahrverbote von den insgesamt 13 Millionen Dieselfahrzeugen haben. Vor allem in Ballungsräumen und vielen Städten kommt es regelmäßig zu Grenzwertüberschreitungen.

Was ist Stickstoffdioxid?

Stickstoffdioxid ist ein ätzendes Reizgas, es schädigt das Schleimhautgewebe im gesamten Atemtrakt und reizt die Augen. Durch die dabei auftretenden Entzündungsreaktionen verstärkt es die Reizwirkung anderer Luftschadstoffe zusätzlich. In der Folge können Atemnot, Husten, Bronchitis, Lungenödem, steigende Anfälligkeit für Atemwegsinfekte sowie Lungenfunktionsminderung auftreten. Nimmt die NO2-Belastung der Außenluft zu, leiden daher besonders Menschen mit vorgeschädigten Atemwegen und Allergien darunter. In epidemiologischen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen der zeitnahen Belastung mit NO2 und der Zunahme der Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie der Sterblichkeit in der Bevölkerung beobachtet werden.

 

Quelle: handelsblatt.de  umweltbundesamt.de

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