E-Bike made in China: Jetzt reagiert die EU-Kommission

Die EU-Kommission hat auf die Beschwerde des Europäischen Fahrrad-Produzentenverbandes EBMA reagiert und will nun eine entsprechende Untersuchung einleiten. Die Kritik aus China ließ nicht lange auf sich warten.

"Wir glauben an den freien Handel"

Der EBMA hatte Anfang Oktober vor einer Flut billiger Elektrofahrräder aus China gewarnt und die "illegalen und unfairen Subventionen" aus Peking kritisiert (wir berichteten). Nun hat die Europäische Kommission auf den Hilferuf reagiert und eine Prüfung der Handelspraktiken angekündigt. Es gebe genügend Hinweise, die eine solche Prüfung rechtfertigten, so die Kommission. Der Untersuchungszeitraum soll sich auf etwa 15 Monate erstrecken. EBMA-Generalsekretär Moreno Fioravanti zeigt sich erleichert:

"Wir begrüßen die EU-Prüfung ausdrücklich. Die E-Bikes aus China fluten den europäischen Markt mit alarmierender Geschwindigkeit und künstlich niedrigen Preisen. Wir glauben an den freien Handel, aber dieser muss auch fair sein".

- EBMA-Generalsekretär Moreno Fioravanti 

Der Verband befürchtet ein chinesisches Monopol im europäischen Elektrorad-Markt, das neben den biligen Herstellkosten auch durch den E-Bike-Produktionsüberschuss in Fernost verursacht wird: Letztes Jahr seien ingesamt 430.000 E-Bikes zu stark subventionierten Preisen aus China in die EU eingeführt worden - das seien 70 % aller Importe, so Fioravanti.

Kritik aus Peking folgt prompt

Die Reaktion aus Peking fiel - kaum verwunderlich - kritisch aus. Fahrräder aus unterlägen bereits seit 24 Jahren den Anti-Dumping-Zöllen der EU, so die zuständigen Behörden. Dies ginge zu Lasten der Verbraucherinteressen in der Region und verursache einen übermäßigen Schutz der EU-ansässigen Industrie. Man hoffe, dass die Europäische Kommission bei ihrer Untersuchung "Vorsicht" walten lasse, hieß es aus dem chinesischen Handelsministerium.  Deutliche Worte der Warnung fand Wang Hejun, Leiter der Abteilung für Handelshilfe des Ministeriums: „Die chinesische Regierung wird die Entwicklung des Falles genau verfolgen und notwendige Maßnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen der chinesischen Unternehmen zu schützen“.

 

Quelle: radmarkt.de / EBMA

0
0
0
s2smodern

eMobilConvention Fachkongress für Elektromobilität

Das Programm für die eMobilConvention - Der Fachkongress für Elektromobilität steht fest!

Erfahren Sie im Veranstaltungsprogramm, was Sie am 28. und 29. Mai 2019 im RheinMain CongressCenter in Wiesbaden erwartet.

Newsletter-Registrierung

Ihr wöchentliches eMobilUpdate - informativ und mit weiterführenden Inhalten, kuratiert von der eMobilServer Online-Redaktion.
 

Unser Veranstaltungs-Tipp

Ladeinfrastruktur ko

(© iStock.com / adventtr)

Auf den "E-Mobilitätstagen" in München heisst vom 3.-4. Mai: ausprobieren und dabeisein. Besucher können an dem kostenlosen Event E-Fahrzeuge testen und Innovationen sowie Start-ups aus dem Bereich Elektromobilität näher kennen lernen.

Zum Event

Zahl der Woche

Elektromobilität Zahl der Woche

80.222

E-Bikes wurden 2018 in Österreich verkauft. Mit einem Marktanteil von 33 Prozent ist unser Nachbarland damit der drittgrößte EU-Markt für motorisierte Zweiräder, nach Belgien und den Niederlanden. Deutschland belegt Platz vier.

Video-Fundstück

Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

"Small but not exclusively “urban”, affordable but rewarding, stripped to the bone, without ever making you look cheap": so bewirbt Fiat seinen Konzeptstromer Concept Centoventi, der nach dem "Plug and Play"-Prinzip aufgebaut ist. Ob das Fahrzeug in Serie geht, steht noch in den Sternen.