Mit mehr als zwei Milliarden Euro fördert die Bundesregierung die Elektromobilität in Deutschland. Dazu gehören ein Umweltbonus für Elektrofahrzeuge,  der Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge sowie die steuerliche Förderung.

Bundesförderungsmaßnahmen in der Übersicht

Umweltbonus für Elektroautos

Seit dem 2. Juli 2016 wird der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines Elektroautos bezuschusst. Der Bonus gilt rückwirkend für alles Autos, die seit dem 18. Mai 2016 erworben wurden. Für rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge erhalten die Käufer einen Umweltbonus in Höhe von 4.000 Euro, für Plug-in Hybride (mit weniger als 50 g CO2-Emission pro km) bekommen Käufer eine Prämie von 3.000 Euro.

Für den Erhalt des Bonus gibt es zwei Voraussetzungen: Da sich Staat und Industrie jeweils zur Hälfte an dem Bonus beteiligen, sind nur Autos bestimmter Hersteller förderwürdig. Außerdem muss der Netto-Basislistenpreis (ohne Zusatzausstattung) des Autos unter 60.000 Euro liegen (brutto 71.400 Euro). Da der hälftige Preisnachlass von 1.500 bzw. 2.000 Euro durch den Autoverkäufer auf den Nettokaufpreis gewährt wird, ergibt sich für den privaten Käufer ein Bruttovorteil von 3.285 bzw. 4.380 Euro. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.

Die Förderung ist so lange erhältlich, bis die vorgesehenen Mittel in Höhe von 600 Mio. Euro aufgebraucht sind, längstens jedoch bis Ende 2019. Der Förderantrag kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.

Weitere Informationen zum Umweltbonus

Förderprogramme für (E-)Lastenräder

Richtlinie zur Förderung von innovativen marktreifen Klimaschutzprodukten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Kleinserien-Richtlinie)

  • Wie viel: 30 Prozent des Nettokaufpreises, maximal 2.500 Euro
  • Antragsberechtigt: Unternehmen, Freiberufler, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kommunen
  • Besonderes: Elektrisch angetriebene Schwerlastenfahrräder sowie Schwerlastenanhänger mit elektrischer Antriebsunterstützung müssen dabei über ein Mindest-Transportvolumen von 1 m³ und eine Nutzlast von mindestens 150 Kilogramm verfügen.
  • Laufzeit: ab 01.03.2018

Mehr Informationen zum Förderprogramm für E-Lastenräder

Sofortprogramm "Saubere Luft"

Die Bundesregierung und die beteiligten Bundesländer und Kommunen haben sich am 28. November 2017 auf Eckpunkte eines "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020" zur Verbesserung der Luftqualität in Städten verständigt.

Das Sofortprogramm umfasst folgende Maßnahmen:
- Elektrifizierung des urbanen Wirtschaftsverkehrs
- Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen
- Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme
- Elektrifizierung von Taxis, Mietwagen und Carsharing-Fahrzeugen
- Elektrifizierung von Busflotten im ÖPNV
- Förderung der Ladeinfrastruktur für die beschafften Elektrofahrzeuge
- Förderung für Errichtung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im engen Zusammenhang mit dem Abbau bestehender Netzhemmnisse sowie
- den Aufbau von Low-Cost-Infrastruktur und Mobile-Metering-Ladepunkten

Darüber hinaus werden weitere Maßnahmen durchgeführt, insbesondere:
- Verbesserung von Logistikkonzepten und Bündelung von Verkehrsströmen
- Förderung des Radverkehrs
- Umweltbonus (Kaufprämie für E-Autos)

Weitere Informationen zum Sofortprogramm "Saubere Luft"

Sofortprogramm KfW-Umweltprogramm

Mit dem KfW-Umweltprogramm 240/241 werden umweltfreundliche Investitionen gefördert, wie beispielsweise die Anschaffung von Elektrofahrzeugen. Wer als Unternehmer ein Elektrofahrzeug anschafft oder Ladeinfrastruktur auf seinem Gelände errichtet, erhält über das KfW-Umweltprogramm 240/241 günstige Kredite zur Finanzierung.

Antragsberechtigt sind in- und ausländischer Unternehmen, Freiberufler, Unternehmen, die als Contracting-Geber Dienstleistungen für Dritte erbringen und Public Private Partnerships. Auch Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen und Joint Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung im Ausland können vom Umweltprogramm profitieren. Die KfW stellt einen Kreditbetrag bis zu 10 Millionen Euro pro Vorhaben zur Verfügung und trägt damit bis zu 100 % der Investitionskosten.

Eine Finanzierung ist ab einem Zinssatz von 1 % möglich. Der Zinssatz orientiert sich an der Bonität des Unternehmens und an den Entwicklungen des Kapitalmarktes. Kleine Unternehmen erhalten einen günstigeren Zinssatz. Der gesamte Kreditbetrag wird zu Beginn ausgezahlt, auf Wunsch auch in Teilbeträgen. Während der tilgungsfreien Zeit müssen nur die Zinsen gezahlt werden, danach gleich hohe vierteljährliche Raten zuzüglich Zinsen auf den noch zu tilgenden Kreditbetrag. Gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung kann der Kredit auch ganz oder teilweise außerplanmäßig getilgt werden.

Weitere Informationen zum KfW-Umweltprogramm

Sofortprogramm "Förderung der Anschaffung von Hybridbussen (BMUB)"

Mit den „Richtlinien zur Förderung der Anschaffung von diesel-elektrischen Hybridbussen im öffentlichen Nahverkehr“ möchte das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Beschaffung von Dieselhybridbussen für den ÖPNV anregen. Die Förderung erfolgt als Investitionszuschuss, der sich nach der Größe des jeweiligen Verkehrsbetriebs berechnet. Die Förderung ist für kleinere Unternehmen höher. Projektskizzen sind dem BMUB bis spätestens zum 15. Februar des Jahres, in dem mit der geförderten Maßnahme begonnen werden soll, vorzulegen. Die vollständige Förderbekanntmachung finden Sie hier

Förderprogramm "Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge"

Mit dem Programm will die Bundesregierung den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Schnelllade- und Normalladestationen initiieren. Ziel ist der Aufbau von mindestens 15.000 Ladesäulen bis 2020. Die Bundesregierung stellt dafür 300 Millionen Euro von 2017 bis 2020 bereit. Unterstützt werden sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden.

Gefördert werden Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis 22 Kilowatt, Schnellladepunkte mit mehr als 22 Kilowatt, sowie der erforderliche Anschluss.

Weitere Informationen zum Förderprogramm Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

Förderung von energieeffizienten und/oder CO2-armen schweren Nutzfahrzeugen

Förderfähig sind Lkw und Sattelschlepper mit Erdgasantrieb (CNG), Flüssigantrieb (LNG) und Elektroantriebe (reine EV oder Brennstoffzellenfahrzeuge).

Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Antriebsart. Pro Lkw und Sattelzugmaschine beträgt dieser pauschal

  • 8.000 Euro für CNG
  • 12.000 Euro für LNG und E-Antriebe für Fahrzeuge bis 12 Tonnen
  • 40.000 Euro für E-Antriebe für Fahrzeuge ab 12 Tonnen.

Pro Unternehmen ist der Zuschuss auf 500.000 Euro begrenzt. Erste Anträge können voraussichtlich noch im Juli beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) gestellt werden. Das Förderprogramm ist zunächst bis zum Ende des Jahres 2020 befristet.

Zum Merkblatt der Förderrichtlinie für energieeffiziente und/oder CO2-arme schwere Nutzfahrzeugen in Unternehmen des Güterkraftverkehrs

 

Quelle: http://schaufenster-elektromobilitaet.org

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Zahl der Woche

Elektromobilität Zahl der Woche

16.100

öffentlich zugängliche Ladepunkte sind derzeit (Stand 30. Dezember) im BDEW-Ladesäulenregister erfasst. Davon sind 12 Prozent Schnelllader. Ende Juli 2018 waren es noch rund 13.500 Ladepunkte.

Video-Fundstück

Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

Bamberg testet als erste deutsche Stadt ein E-Scooter Verleihsystem. Falls der Test reibungslos verläuft, sollen die Roller noch im Frühjahr zugelassen werden. Der Bayrische Rundfunk hat Passanten auf der Straße die elektrischen Kleinfahrzeuge testen lassen.