Siemens investiert in Europas erste Batterie-Gigafactory

Siemens steigt als jüngster Investor in die erste Batteriezellen-Fabrik in Europa ein. Der Technologiekonzern liefert neben einem Startkapital die benötigte  Automatisierungstechnik nach Schweden.

Auch die digitalen Komponenten für die Produktionskette – wie Designsoftware und Cloudlösungen - sollen dann aus München kommen. Siemens unterstützt die geplante Gigafactory des schwedischen Batteriebauers Northvolt zudem mit 10 Millionen Euro. Im Rahmen der Kooperation soll Northvolt zum „bevorzugten Batterielieferanten“ für Siemens werden. „Weitere gemeinsame Entwicklungsprojekte sind nicht ausgeschlossen“, kündigte Siemens vergangene Woche an.

Northvolt hatte den Bau der Batterie-Gigafabrik vor rund einem Jahr angekündigt. „Europa läuft in Sachen Batteriefertigung Asien und den USA hinterher. Wir befürchten in den kommenden Jahren ein großes Defizit an Lithium-Ionen-Batterien, wenn wir die aktuelle und geplante Produktionslage in Europa nicht ändern“, sagte Northvolt-Chef Peter Carlsson im März 2018. 

Die ambitionierten Pläne des schwedischen Batterieherstellers stießen in der Branche auf offenbar positive Resonanz: zu den bisherigen Geldgebern zählen unterem anderen Vattenfall, ABB, die Schwedische Energieagentur  und InnoEnergy. 2020 soll die Batteriezellen-Fabrik nördlich von Stockholm in Betrieb gehen. Dort sollen dann 2500 Mitarbeiter genug Batteriezellen für etwa 400 000 Elektroautos im Jahr produzieren. (aho)

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