Das Elektroauto als virtuelle Großbatterie

"Sharing is caring"- so könnte man das neue Ladekonzept sonnenCharger eines Energieanbieters aus dem Allgäu beschreiben. Tausende Haushalte produzieren Solarstrom und helfen sich in Zeiten des Stromüberschusses oder der Unterversorgung aus.

"Elektromobilität und saubere Energieerzeugung wachsen zusammen"

Die Ladebox sonnenCharger lädt das Elektroauto mit dem eigenen Solarstrom vom Dach oder aus der herstellereigenen sonnenBatterie auf. Der Nutzer kann entscheiden, ob er sein E-Auto möglichst schnell oder mit dem maximalen Anteil des eigenen Solarstroms laden will. Bei letzterem entscheidet die Batterie anhand von Wetterprognosen und dem Verbrauch im Haus, wo der eigene Solarstrom gerade benötigt wird und wann der bestmögliche Zeitpunkt für das Laden des E-Autos ist. Eine ergänzende App zum sonnenCharger ermöglicht die Kontrolle des Ladevorgangs.

Der neue und laut Anbieter bisher einzigartige Ansatz liegt jedoch darin, dass der sonnenCharger die Elektro-Fahrzeuge mit der sogenannten sonnenCommunity vernetzt wird. "Elektroautos werden somit Teil unseres virtuellen Kraftwerks, das aus sauberen Stromerzeugern, Speichern und Verbrauchern besteht. Steht zum Laden des Fahrzeugs zum Beispiel zu wenig eigener Solarstrom zur Verfügung, wird überschüssiger Strom von anderen Mitgliedern der sonnenCommunity verwendet. Elektromobilität und saubere Energieerzeugung wachsen zusammen", erklärt der Hersteller sonnen aus dem Oberallgäu.

Haushalte werden zu Stromerzeugern

Das Ladekonzept nutzt Elektroautos also als flexible und vernetzte Pufferspeicher. Die Mitglieder des Netzwerkes werden zu Stromerzeugern und profitieren gemeinsam vom virtuellen Strompool. Parallel dazu soll dieses Konzept helfen, das Stromnetz bei Bedarf stabil zu halten. Auch Betreiber von Solaranlagen, Biogasproduzenten und Windparkbetreiber sind Teil des gemeinsamen Stromkreislaufs."Derzeit können wir den Verbrauch der Community noch leicht durch das Hinzufügen von Erneuerbaren Energien decken. In Zukunft wird das Versorgen aber sicherlich eine größere Herausforderung", schreibt Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei sonnen, auf der Unternehmens-Facebookseite.

Als Mitglied der sonnenCommunity können Besitzer von Elektrofahrzeugen an der sonnenFlat teilnehmen. Damit stehen einem Haushalt nach Darstellung des Anbieters bis zu 8.000 Kilowattstunden (kWh) kostenloser Strom im Jahr zur Verfügung. "Bei einem angenommenen Hausverbrauch von 5.000 kWh bleiben damit 3.000 kWh für das Autofahren, was einer Strecke von 15.000 – 17.000 Kilometern entspricht", führt der Energieanbieter aus. Das 2010 gegründete Unternehmen fertigte seine Batteriespeichersysteme bis vor drei Jahren an seinem Hauptsitz in Wildpoldsried. Die als "Energiedorf" bekannte Gemeinde wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach für seine Verdienste in Sachen Umweltschutz und Erneuerbare Energien ausgzeichnet. (aho)

 

Quelle: sonnenbatterie.de

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