Über 600.000 heutige Industriearbeitsplätze und 10 Prozent der industriellen Wertschöpfung in Deutschland hängen an der Verbrennertechnik. Ein Verbot des Verbrennungsmotors würde sich drastisch auf die Arbeitsplätze auswirken, warnt das fo Instituts mit dem der deutschen Autolobby in einer neuen Studie.

Verbot des Verbrenners der falsche Weg?

Es wird eng für den klassischen Verbrenner - europaweit setzen immer mehr Länder wie Frankreich auf die Verbannung des Autos mit Verbrennermotor. Unter Umweltaspekten ein sehr begrüßenswerter Vorstoß - aber wie wird sich die Umstrukturierung der Branche auf den hiesigen Arbeitsmarkt auswirken?

 Die Studie des ifo (Instituts für Wirtschaftsforschung) und des VDA (Verband der Automobilindustrie) kommt zu dem Schluss: Ein Zulassungsverbot für Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2030 könnte deutliche Einbußen für Beschäftigung und Wertschöpfung am Standort Deutschland zur Folge haben. 

Mehr als 600.000 der heutigen Industriearbeitsplätze wären direkt oder indirekt betroffen. Das sind 10 Prozent der deutschen Industriebeschäftigung. Allein in der Automobilindustrie wären 426.000 Jobs gefährdet, bei kleineren und mittleren Unternehmen stünden bis zu 130.000 Arbeitsplätze zur Disposition.

Bei der Wertschöpfung wären die negativen Effekte eines Verbrennerverbots ab 2030 noch deutlicher: Insgesamt 13 Prozent (rund 48 Mrd. Euro) der Bruttowertschöpfung der deutschen Industrie wären tangiert. Das sind zentrale Ergebnisse einer neuen Studie des ifo Instituts.

Die Studie untersucht konkret „Auswirkungen eines Zulassungsverbotes für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotor“. Im ersten Schritt werden potenzielle negative Folgen und Risiken eines solchen Verbots für die Leistungsfähigkeit und die Beschäftigung in der deutschen
Industrie untersucht.

 Daran schließt sich eine Analyse der Innovationsanstrengungen der Industrie bei Verbrennungsmotoren und alternativen Techniken an. Dem folgt eine Untersuchung der Umweltauswirkungen eines Zulassungsverbots.

Ifo-Präsident Clemens Fuest erhofft sich angesichts der Studienergebnisse keine Verbote von der Politik, sondern "Maßnahmen, die die
Marktdurchdringung mit innovativen Produkten beschleunigen". Ähnliche Worte findet auch Matthias Wissmann, Präsident des VDA: "Moderne Verbrennungsmotoren werden auch 2030 noch ein unverzichtbarer Mobilitätsbaustein sein", ist sich Wissmann sicher.

 

Quelle:  Ifo Institut

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