Fiat Chrysler baut eigene Ladeinfrastruktur auf

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) setzt künftig auf eine eigene Ladelösung. Dafür kooperiert der Autokonzern mit Enel X und der ENGIE Gruppe.

Ladelösungen für privaten und öffentlichen Bereich

Die europaweite Ladeoffensive in Zusammenarbeit mit den Energiedienstleistern Enel X (USA) und ENGIE (Frankreich) ist Teil des FCA-Businessplans, der verstärkt auf die Produktion von Plug-In-Hybriden und reinen E-Autos setzt; darunter der Fiat 500 und der Jeep Renegade. „Das vorrangige Ziel ist es, private und öffentliche Ladelösungen anbieten zu können, um den Verkauf unserer künftigen E-Auto-Palette zu unterstützen “, so Fiat Chrysler.

 Im Privatbereich sollen Enel X und ENGIE die Installation, das optimale Lademanagement und die Wartung von Wallboxen verantworten. FCA-Kunden sollen im öffentlichen Bereich zudem von „kosteneffizienten und leicht zugänglichen“ Ladestationen profitieren. Eine eigens entwickelte App mit dem Software-Know How von ENGIE und Enel X soll diese Ladestationen identifizieren und den Abrechnungsvorgang dank smarter Fahrzeugtechnologie ermöglichen.

Rollout in 17 Ländern

In insgesamt 17 europäischen Ländern soll das FCA-Ladenetzwerk aufgebaut werden: Mit dem französischen Unternehmen ENGIE will Fiat Chrysler in Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, den Niederlanden, Polen, der Slowakei, Schweden und Großbritannien aktiv werden. Die Kollaboration mit Enel X erstreckt sich auf Italien, Spanien und Portugal.

Sein europaweites Händlernetz will Fiat Chrysler mit speziellen Ausbildungsprogrammen und Trainings auf den Elektrifizierungsprozess vorbereiten. Man arbeite auch an einer entsprechenden Ladeinfrastruktur für Händler-Ausstellungsbereiche, Kundenparkplätze,  Testfahrt-Arealen und Servicezentren, so FCA. Innerhalb der nächsten zwei Jahre entstehen außerdem rund 700 Ladestationen auf unternehmenseigenem Gelände in Italien – zum Beispiel bei Produktionsstätten, Bürogebäuden, Forschungseinrichtungen und auf Parkplätzen, damit die Mitarbeiter während der Arbeitszeit ihre Elektrofahrzeuge aufladen können.

Man werde gemeinsam mit ENGIE und Enel X auch neue Technologien erforschen und testen, um die Gesamtkosten (CTO = total cost of ownership) von Elektroautos zu reduzieren, gab Fiat Chrysler bekannt. (aho)

 

Quelle: Fiat Chrysler Automobile

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