Alstom und Tochter NTL haben Aptis - eine neue Mobilitätslösung für den öffentlichen Nahverkehr - konzipiert. Der vollelektrische Bus wird derzeit in Hamburg getestet und anschließend den Probebetrieb in Berlin aufnehmen. Anfang März wird er auf der Fachmesse Elekbu in Berlin vorgestellt.

Neue Mobilitätslösung für den ÖPNV aus Frankreich

Der französische Transportkonzern Alstom und dessen Tochtergesellschaft NTL haben gemeinsam den vollelektrischen Bus Aptis entwickelt, der mit dem Innovationspreis der internationalen Busmesse Busworld in Courtrai (Belgien) ausgezeichnet wurde. Die in Duppigheim (Frankreich) fertiggestellten Prototypen des Busses konnten bereits erfolgreich in der Region Ile-de-France (Paris und Versailles) sowie in Lyon, Straßburg, Marseille und in Belgien getestet werden. Jetzt werden die Tests in weiteren europäischen Städten fortgesetzt. Mit den Tests, die in Kundendepots und unter realen Betriebsbedingungen durchgeführt werden, sollen die besonderen Eigenschaften des Aptis in einem neuen städtischen Umfeld, sein Ladesystem, seine Autonomie sowie seine Integrierbarkeit in den Verkehr beurteilt werden.

In Deutschland ist der Aptis zuerst in Hamburg im Einsatz: Die Hamburger Hochbahn AG wird den Bus dort für zwei Wochen testen. Im Anschluss erfolgt der Probebetrieb durch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Auf der Fachmesse Elekbu, die vom 5. bis 6. März im Estrel Kongresszentrum in Berlin stattfindet, wird der Aptis dann der breiten Öffentlichkeit in Deutschland vorgestellt.

 

Der elektrische Bus Aptis von Alstom (© Alstom)

Leise, platzsparend und wendig

Mit seiner durchgehenden Niederflurigkeit und breiten Doppeltüren soll der Aptis einen reibungslosen Fahrgastfluss und einen leichten Ein- und Ausstieg für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen gewährleisten. Panoramafenster vorne, hinten und an den Seiten sollen 20% mehr Fensterfläche als herkömmliche Busse bieten; der hintere Teil ist außerdem mit einem Loungebereich ausgestattet. Dank seiner beiden lenkbaren Achsen, die den Wendekreis des Aptis um 25 Prozent gegenüber herkömmlichen Bussen reduzieren sollen, passt sich das Fahrzeug der Stadtumgebung an. 

Nachts kann der Aptis im Depot wieder aufgeladen werden. Alstom bietet aber auch tagsüber eine Auflademöglichkeit am Endpunkt jeder Linie. Schnelles Aufladen erfolgt entweder über einen invertierten Stromabnehmer oder über das von Alstom entwickelte SRS, ein bodenbasiertes, statisches Ladesystem. Dank geringerer Wartungs- und Betriebskosten und einer längeren Lebensdauer gegenüber normalen Bussen sollen die Gesamtbetriebskosten des Aptis mit denen heutiger Dieselbusse vergleichbar sein. (sih)

 
 

Quelle: Alstom

 
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