Kein Lärm, keine umweltschädlichen Emissionen: das Elektro-Boot SeaBubble soll in autoverstopften Metropolen den Personentransport von der Straße auf´s Wasser verlagern. Die französischen Entwickler sind zuversichtlich, dass ihr SeaBubble Erfolg haben wird.

Tragflügel ermöglichen Schwebezustand des Elektro-Bootes

Vier Meter lang und zwei Meter breit, angetrieben von zwei Elektro-Motoren - so weit die Basis-Fakten von SeaBubble. Das Besondere am Elektro-Boot sind allerdings seine zwei "Flügel", die sich zur Tragfläche formen und in Kontakt mit der Wasseroberfläche bleiben, sobald das Boot eine Geschwindigkeit von etwa 12 km/h erreicht. Das Boot scheint über dem Wasser zu fliegen - in Wirklichkeit beträgt der Abstand zur Wasseroberfläche "nur" 40 Zentimeter. Diese Technologie nennt sich "Foilen". Der Reibungswiderstand verringert sich durch diesen aerodynamischen Vorteil um fast die Hälfte.

SeaBubbles Elektroboo komp

Das SeaBubble Prinzip: Boot, App & Dock

Was Technik und Design des Elektro-Bootes angeht, haben sich die Erfinder Anders Bringdal (zweifacher Windsurfing-Weltmeister) und Alain Thébault (Erfinder des weltweit schnellsten Tragflügelbootes) an Luftfahrt, Schiffahrt und Automobil orientiert. Vier Fahrgäste plus Fahrer haben im Innenraum Platz, dann kann das SeaBubble seine Passagiere mit bis zu 18 km/h über das Wasser transportieren. "Theoretisch ist aber auch eine Maximalgeschwindigkeit von bis zu 55 km/h möglich. Es kommt auf die jeweilige Gesetzlage in den Ländern an, wo SeaBubble zum Einsatz kommt", betont das Team.

SeaBubbles Docks Night

Mithilfe einer eigens entwickelten App wird dem Fahrgast die Dock-Position des nächst gelegenen SeaBubble angezeigt. Das integrierte GPS führt den Fahrgast außerdem auf dem kürzesten Weg zum Dock.

"Die Mobilität der Zukunft liegt auf dem Wasser"

Die Anlegestellen dienen nicht nur zum Ein-und Aussteigen der Passagiere, sondern auch gleichzeitig zum Aufladen der SeaBubbles. Die Energie wird dabei mittels Turbinen und Solarpanellen aus Wellenbewegungen, Wind-und Sonnenkraft gewonnen. Die SeaBubble-Erfinder Bringdal und Thébault wollen mit ihrem Boot nichts weniger als die urbane Mobilität revolutionieren. "Wir glauben, dass die Zukunft der Mobilität auf dem Wasser liegt. Diese natürliche, historische Art des Transportes wurde für eine viel zu lange Zeit unterschätzt", begründen Bringdal und Thébault ihre Vision.

Im September sollen die SeaBubbles erstmals in Paris auf der Seine gestestet werden; weitere Roll-Outs in anderen Ländern sind in Planung.

SB Alain Anders LaCiotat2

 

 

Quelle: seabubbles.fr / golem.de

Bildnachweis: SeaBubbles

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