E-Auto-Offensive aus Mexiko

Entgegen dem Klischee vom klapprigen VW Käfer auf Mexikos Straßen, gewinnt die Elektromobilität dort zunehmend an Bedeutung. Erste heimische Hersteller fertigen eigene E-Autos und große Autokonzerne wie Ford und BMW investieren in den aufstrebenden Markt.

Regierungsprogramme und Formel E Rennen geben Auftrieb

Gute Nachrichten aus Mexiko: Allein in Mexiko-City sollen mittlerweile mehr Ladepunkte verfügbar sein als in ganz Frankreich. Laut Business News Americas wurde Ende Januar die 700. Ladestation in Mexiko eröffnet. Damit konnte die Anzahl seit Mitte des letzten Jahres verdoppelt werden. Anreize schaffen Regierungsprogramme wie eine Ausnahmeregelung bei Fahrverboten. Während Besitzer von herkömmlichen Fahrzeugen einen Tag in der Woche ihr Auto nicht nutzen dürfen, können sich E-Auto-Fahrer frei bewegen.

Auch die Formel E Rennen tragen zur Begeisterung für Elektromobilität im Land bei. Das letzte Rennen im Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexico-City Anfang März haben zehntausend Zuschauer mit Spannung verfolgt. Sponsoren wie BMW oder der Elektronikkonzern ABB nutzen das große Interesse, um sich auf dem wachsenden Markt zu positionieren. BMW bietet fast die gesamte Produktpalette in Mexiko an und will ab April 2019 im neuen Werk in der Stadt San Luis Potosí im nördlichen Zentrum von Mexiko die neue 3er-Serie produzieren. Auch Ford sieht das Potenzial in Mexiko: Im Dezember 2017 gab der Konzern bekannt, die Produktion von E-Autos ebenfalls nach Mexiko verlagern zu wollen. 2020 soll in Cuautitlán in der Metropolregion von Mexiko-City ein vollelektrischer SUV vom Band laufen. 

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Der Zacua M2 und M3. (© Zacua)

Mexikos erste eigene Elektroautos 

Im November 2017 kamen die ersten heimischen Elektroautos der Marke Zacua auf den Markt. Der Zacua M2 ist für den Stadtverkehr ausgelegt und kommt daher nur auf 160 Kilometer Reichweite. Dafür ist der Zweisitzer aber mit knapp 20.000 Euro deutlich günstiger als viele seiner Konkurrenzmodelle. Besonders ist auch das geringe Gewicht: Nur 380 Kilogramm wiegt der Zacua - ein Smart kommt auf 900 Kilogramm. Bisher sind nur kleine Stückzahlen geplant, es sollen aber neben dem ebenfalls bereits erhältlichen Zacua M3 vier weitere E-Modelle bis 2019 folgen. (sih)

 

Quellen: zacua.com via br.de 

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E-Bikes wurden 2018 in Österreich verkauft. Mit einem Marktanteil von 33 Prozent ist unser Nachbarland damit der drittgrößte EU-Markt für motorisierte Zweiräder, nach Belgien und den Niederlanden. Deutschland belegt Platz vier.

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