Manchmal ist der Transport des E-Bikes mit Zug, Bus oder gar Flugzeug unvermeidbar. Worauf Sie besonders achten sollen, haben wir hier zusammengestellt.

Auto

Wer sein motorisiertes Zeirad als privater Nutzer auf einem Autogepäckträger mit sich führt, sollte den Bordcomputer und den Akku abnehmen, um Beschädigungen zu vermeiden. Beim Transport mit dem Auto sollten einige Grundregeln beachtet werden. Gängige Elektroräder wiegen inklusive Akku zwischen 20 und 28 Kilogramm. Zudem sind die Rahmen oft größer dimensioniert als bei herkömmlichen Fahrrädern ohne Elektrounterstützung. Damit ergeben sich wichtige limitierende Faktoren für Trägersysteme, wie etwa dem zulässigen Gesamtgewicht von Fahrradträgern sowie zu knapp dimensionierten Halterungen und Standschienen. Die meisten Hersteller bieten inzwischen spezielle Heckträger für E-Bikes an. Sie sind für höhere Lasten geeignet und bieten in der Regel auch die Möglichkeit, den Träger mitsamt Rädern herunterzuklappen, um an den Kofferraum zu gelangen. Ideal für E-Bikes sind auch Auffahrrampen, die als Zubehör erhältlich sind.

Spedition

Beim Transport durch gewerbliche Benutzer oder beim Transport durch Dritte (z.B. Lufttransport oder Spedition) sind besondere Anforderungen an Verpackung und Kennzeichnung zu beachten (Vorschriften des Europäischen Übereinkommens über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, kurz ADR). Akkus dürfen durch private Nutzer nur dann versendet werden, wenn sie unbeschädigt sind. Offene Kontakte sollten abgeklebt und der Akku so verpackt werden, dass er sich in der Verpackung nicht bewegen kann. Weitere Fragen zum Transport der Akkus beantworten kompetente Fachhändler. Dort ist auch eine geeignete Transportverpackung erhältlich.

Zug

Generell gilt: Pedelecs dürfen mit dem Zug transportiert werden. Aber Achtung: Die Deutsche Bahn schließt die Mitnahme von E-Bikes bzw. S-Pedelecs ab 25 km/h aus. Für den Zugfernverkehr ist eine (kostenpflichtige) Reservierung erforderlich. Die Deutsche Bahn macht hierbei keine Unterscheidung zwischen konventionellen Fahrrädern und E-Bikes. Regionale Verkehrsverbünde haben jedoch noch einmal eigene Bestimmungen bzw. Kostenstrukturen, was die Fahhradmitnahme betrifft. Beachten Sie, dass bei Bahnhöfen mitunter Treppen zu überwinden sind, weil keine Aufzüge vorhanden sind.

Flugzeug

Die meisten Fluglinien schließen den Transport von E-Bikes und ihren Akkus aus, da Lithium-Ionen-Akkus als Gefahrgut eingestuft sind. Lufthansa und Air Berlin bspw. schließen den Transport von E-Bikes in ihren Richtlinien zum Fahrradtransport ausdrücklich aus. Manche Airlines stellen jedoch Ausnahmegenehmigungen aus. Deshalb sollte man sich am besten vorab bei der entsprechenden Fluggesellschaft informieren.  Angesichts des bürokratischen Aufwands und der Kosten, die ein Transport des E-Bikes als Luftfracht verursacht, ist es meist sinnvoller, sich einfach am Zielort ein E-Bike auszuleihen.

Fernbusse

Fernbusse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und auch "normale" Fahrräder können damit transportiert werden. Allerdings sind die Plätze stark begrenzt und es gilt deshalb möglichst früh zu reservieren. Die Kosten dafür liegen meist bei rund 10 Euro. In Sachen E-Bike sieht es beim Fernbus jedoch schlecht aus. Der größte Anbieter auf dem deutschen Markt, Flixbus, befördert nur elektrische Falträder im Gepäckraum. Normale E-Bikes dürfen aufgrund des Gewichts nicht mitgenommen werden.  

 

Wir danken Robert Bosch GmbH für die freundliche Unterstützung.Mit Infomaterial vom ZIV, dem Zweirad-Industrie-Verband.

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