Beginn: 16.04.2018
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Ist das Ziel der Bundesregierung, den Stromverbrauch zu senken mit der zunehmenden Elektromobilität vereinbar? Die Bundesregierung wies die Berechnungen der AFD, die das Gegenteil beweisen sollen, zurück und hält maximal mittelfristig einen geringen Einfluss für realistisch.

Lässt sich der Stromverbrauch trotz E-Autos senken?

In einer "Kleinen Anfrage" hatte die AFD drei offene Fragen zur Reduktion des Stromverbrauchs in Deutschland bei einem gleichzeitigem Ausbau der Elektromobilität an die Bundesregierung gerichtet. Laut den Zielen des Bundesumweltministeriums solle der Stromverbrauch gegenüber 2008 um 10 Prozent bis 2020, um 15 Prozent bis 2030 und um 25 Prozent bis 2050 gesenkt werden. Gleichzeitig sollen bis 2030 mindestens sechs Millionen E-Autos auf deutschen Straßen unterwegs sein. Sei die deutsche Regierung sich der Widersprüchlichkeit dieser beiden Ziele bewusst? Und müssten die Prozentsätze nicht angesichts der wachsenden Elektromobilität korrigiert werden? Insbesondere bei einem vollständigen Ersatz von Verbrennern durch E-Autos? Dazu stellte die AFD Berechnungen an, wonach bis zu 45,5 Prozent an Strom eingespart werden müsse.

Bundesregierung teilt Sorge nicht

In der Rubrik "heute im bundestag" (hib) der Parlamentsnachrichten war nun die Antwort der Bundesregierung darauf zu lesen: Beide Ziele stünden durchaus im Einklang. Zu einer Reduktion des Stromverbrauchs trage der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz des Bundeswirtschaftsministeriums bei. Die Elektrifizierung von Fahrzeugen könne maximal mittelfristig Einfluss auf den Stromverbrauch haben - und auch nur einen geringen. Die Berechnungen der AFD zu einem höheren Stromverbrauch durch E-Autos seien nicht zutreffend. Zum einen werde bereits an der Entwicklung von stromsparenden und effizienten Antriebssystemen gearbeitet. Zum anderen sollen Verbrennungsmotoren ja auch nicht ganz von der Straße verbannt werden, solange sie ebenfalls effizient und sauber seien.

Auch, wenn die Bundesregierung damit die AFD und weitere Kritiker der Elektromobilität in ihre Schranken verweist, so ist diese Stellungnahme nicht unbedingt ein flammendes Plädoyer für alternative Antriebe. Schade, dass die Bundesregierung offenbar weiter an Verbrennungsmotoren festhält. Das wäre nun wirklich eher eine "Kleine Anfrage" wert als Berechnungen zum Stromverbrauch. (sih)

Quelle:  Deutscher Bundestag

 

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