Schulze: 7.000 Euro Kaufprämie für E-Lieferwagen

Umweltministerin Svenja Schulze will mit einer fast verdoppelten Kaufprämie Anreize für den Umstieg auf elektrische Lieferwagen schaffen. So soll die Luftqualität in den Städten verbessert werden. Bei der Nachrüstung von Dieselfahrzeugen nimmt sie die Hersteller in die Pflicht.

Zuschuss erhöhen für eine bessere Luftqualität

In einem Interview mit der Rheinischen Post stellte Umweltministerin Svenja Schulze das Potenzial des Lieferverkehrs mit Elektro-Kleintransportern heraus, um die Luftqualität in deutschen Städten zu erhöhen. Insbesondere dann, wenn der Zuschuss beim Kauf eines E-Transporters angehoben werde, könne sich die Elektromobilität durchsetzen. 

Ab einer Höhe von 7.000 Euro sei die Flottenumstellung für die meisten Logistiker und Handwerker rentabel. Bislang wird der Kauf von Elektro-, Plug-in-Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeugen im Rahmen des Umweltbonus mit 4.000 Euro bezuschusst. Die SPD hatte bereits im Februar eine Verdoppelung der Kaufprämie für E-Transporter und E-Taxis gefordert. Die Zahl der Anträge für den Umweltbonus blieb allerdings bisher hinter den Erwartungen zurück. Bafa-Präsident Andreas Obersteller empfahl daher, die Restsumme der bereitgestellten 600 Millionen Euro stattdessen in den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur zu investieren. 

Diesel-Nachrüstungen auf Kosten der Hersteller

Bei der Nachrüstung von Dieselfahrzeugen sieht Schulze die Autohersteller in der Pflicht. Die Fahrzeuge seien als "sauber" verkauft worden, was nicht den Tatsachen entspräche. Mit technischen Nachrüstungen könnten die Hersteller dabei helfen, den Ruf des Diesels wiederherzustellen und Fahrverbote zu vermeiden. Für Sanktionen fehle allerdings der juristische Hebel. Stattdessen wolle man in Gesprächen mit den Autokonzernen politischen Druck ausüben. (sih)

 

Quelle: heise.de

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(© iStock.com / adventtr)

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