Umweltbonus: Nachfrage bleibt hinter Erwartungen zurück

Der Umweltbonus als Umstiegshilfe aufs Elektroauto - was sich die Bundesregierung im Sommer 2016 als Erfolgsmodell ausgemalt hat, ist hinter den großen Erwartungen zurückgeblieben. Die zuständige Behörde hat jetzt einen Vorschlag gemacht, wie sich der Fördertopf besser nutzen ließe.

Fördermittel besser in Ladeinfrastruktur investieren

Zwar steigt die Anzahl der Anträge seit der Einführung des Umweltbonus kontinuerlich an - jedoch wurden bis dato gerade einmal 10 Prozent der Gesamtsumme an Fördergeldern abgerufen. „Für diese Förderung stehen insgesamt 600 Millionen Euro zur Verfügung. Bis heute sind rund 65 Millionen Euro gebunden“, sagte Bafa-Präsident Andreas Obersteller zu Welt Online.

"Zum Umstieg auf Elektromobilität braucht es noch Zeit"

- Andreas Obersteller, Bafa-Präsident

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 sind ingesamt 46.897 Anträge für den Umweltbonus beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen. Es spräche einiges dafür, dass die Fördermittel bis Mitte 2019 nicht abgerufen werden, so Obersteller weiter.

Die Politik solle das Geld stattdessen in den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur investieren. Davon könnten Handwerksbetriebe, Hotels oder Wohngemeinschaften profitieren. Auch öffentliche Ladesäulen an Bahnhöfen und Supermärkten müssten mehr gefördert werden. „Klar ist, dass sich der Umstieg in die Welt der E-Mobilität nicht von heute auf morgen vollzieht und es etwas Zeit braucht, bis die nötigen Weichenstellungen getroffen sind", so Obersteller.

 

Quelle: welt.de

 

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