Paris Verbrenner-Verbot

Das Fahrverbot für Verbrenner-Autos soll ab 2030 umgesetzt werden und die Luftqualität in der Stadt verbessern. Kritiker befürchten die Benachteiligung von Pendlern.

Für bessere Luftqualität und mehr Klimaschutz

Nachdem Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot bereits im Juli ein landesweites Verbot von Autos mit Diesel-und Benzinmotor ab 2040 angekündigt hatte (wir berichteten), geht Paris nun einen Schritt weiter und zieht die Deadline um ganze zehn Jahre nach vorne. Der Verbot für Diesel-Fahrzeuge könnte möglicherweise sogar noch früher umgesetzt werden. Begründet wurde der Vorstoß mit der zunehmend schlechteren Luftqualität in der Stadt und den daraus resultierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Einwohner.

Eine in Auftrag gegebene Untersuchung hatte Luftverschmutzung sogar als dritthäufigste Todesursache in Frankreich identifiziert. Auch der Klimaschutz spielt beim Verbot eine große Rolle. Wenn man die extremen Klimaveränderungen sehe, liege es auch in der Verantwortung der Städte, Maßnahmen zu ergreifen, so der Pariser Vize-Bürgermeister Najdovski.

Das Verbot dürfte in erster Linie Berufspendler betreffen, die vom Pariser Umland zu ihrem innerstädtischen Arbeitsplatz fahren. Nur vierzig Prozent der Pariser beitzen überhaupt noch ein eigenes Auto. Die Verwaltung hat bereits neue Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr geschaffen, um die Pendler aus den Vororten schnell und zuverlässig in die Stadt zu bringen.

Pariser Stadtrat debattiert Ende November

Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, die Anzahl der Privatautos in der Stadt deutlich reduzieren zu wollen. Man wolle den öffentlichen Raum für Fußgänger, Radfahrer, Elektroautos und andere "nichtverschmutzende" Transportmittel zurückerobern. Mit Straßensperrungen und dem Ausbau von Fußgängerwegen stießen Hidalgos Maßnahmen allerdings nicht nur auf positive Resonanz. Am 20. November soll im Stadtrat über das Vorhaben debattiert werden.

 

Quelle: handelsblatt.com

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