Am 14. März 2018 wurde Andreas Franz Scheuer zum Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur im Kabinett Merkel ernannt.

Noch tuckert der Motor der Elektromobilität hierzulande mehr als dass er schnurrt. Das liegt unter anderem an der nach wie vor mangelhaften Ladeinfrastruktur. Der Verkehrsminister Andreas Scheuer hat nun eine Milliarde Euro gefordert, um den Ausbau privater Ladepunkte voranzutreiben. Doch dafür müssen wohl auch rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft kommentiert.

Garage des Bürgers im Blick

Gegenüber der Bild am Sonntag hat der 44-jährige CSU-Politiker und Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer betont, dass er den Ausbau privater Ladestationen fördern will. Dafür fordert er eine Milliarde Euro aus dem Bundeshaushalt beziehungsweise von Finanzminister Olaf Scholz für den Haushalt 2020.

"Wir brauchen Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz und am Supermarkt. Wir wollen den Bürgern Ladepunkte und deren Einbau in der eigenen Garage zur Hälfte fördern. Dafür brauchen wir sofort eine Milliarde Euro. Das muss sich im Bundeshaushalt abbilden," zitiert die Zeitung Scheuer.

Dem Verkehrsministerium zufolge nutzen Elektroautobesitzer zu 75 bis 85 Prozent Lademöglichkeiten daheim. Deshalb sollte, so die Forderung, der Ausbau privater aber auch gewerblicher Ladestationen mit bis zu 50 Prozent gefördert werden. Die Rede ist von bis zu 3.000 Euro für eine Normalladestation mit Einbau und Netzanschluss und einen möglichen Zuschuss in Höhe von bis zu 30.000 Euro für Schnellladepunkte. Scheuer will, dass das Programm im Juli in Kraft tritt.

Energiebranche fordert Änderung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts

Stefan Kapferer, der Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), jedenfalls äußert sich erfreut darüber, stellt aber auch eine Forderung: "Wir begrüßen, dass Bundesverkehrsminister Scheuer die private Ladeinfrastruktur mit einer Milliarde Euro fördern will und dabei auch die gewerbliche Ladeinfrastruktur - und damit die Fahrzeugflotten - fest im Blick hat. Damit die in Aussicht gestellten Fördergelder auch wirklich fließen können, muss sichergestellt werden, dass jeder Mieter und Wohnungseigentümer eine Ladesäule einbauen kann, wenn er es möchte und die Finanzierung sicherstellt. Hier muss Bundesministerin Barley endlich tätig werden: Das Miet- und Wohnungseigentumsrecht muss jetzt angepasst werden - das darf nicht länger auf die lange Bank geschoben werden." (khof)

Quelle: Bild am Sonntag, BDEW

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