Olaf Scholz, stellv. Vorsitzender der SPD und Bundesfinanzminister

Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwägt, die steuerliche Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden als Dienstwagen über das bisher veranschlagte Jahr 2021 hinaus zu verlängern.

Künftig weniger für Plug-in-Hybride?

"Die Hälfte aller Autos werden in Deutschland als Dienstwagen verkauft", erklärt Bundesfinanzminister Olaf Scholz in einem Interview gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das der SPD-Politiker auf seiner Website eingestellt hat. Deshalb habe er sich entschlossen, "die steuerliche Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden als Dienstfahrzeuge nicht 2021 enden lassen, sondern vielleicht über das ganze nächste Jahrzehnt auszudehnen". Und weiter: "Bei Plug-in-Hybriden sollten aber nach 2021 die Fahrzeuge elektrisch eine längere Strecke fahren können als heute, z.B. 80 Kilometer". Darüber hinaus erwäge er, die Förderung auf E-Lieferwagen auszuweiten, die innerstädtisch unterwegs sind. Scholz: "Damit verbessern wir die Luftqualität und erreichen  unsere Klimaziele schneller. Im Übrigen sollten wir nicht so tun, als müssten alle Zukunftsinvestitionen in Deutschland alleine vom Staat getätigt werden. Das ist mir nicht marktwirtschaftlich genug gedacht."

Seit diesem Jahr werden Besitzer elektrifizierter Dienstwagen steuerlich entlastet. Bisher musste die Privatnutzung mit einem Prozent des inländischen Listenpreises pro Kalendermonat versteuert werden. Für E-Autos, die nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 angeschafft werden, ist dieser Wert auf 0,5 Prozent gesunken. Die Neuregelung gilt auch für extern aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug die Voraussetzungen des Paragraf 3, Absatz 2, Nummer 1 oder 2 des Elektromobilitätsgesetzes erfüllen muss. (khof)

Quelle: Olaf Scholz

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