EU-Parlament verschärft Ziel für CO2-Reduktion

Gemäß einem Votum aus Straßburg dürfen Trucks in der EU künftig noch weniger Kohlenstoffdioxid in die Luft pusten als ursprünglich geplant. Um das zu erreichen, hat das Europäische Parlament einen Vorschlag der Europäischen Kommission verschärft.

Weil es technisch machbar sei

Das wird die Lastwagen-Hersteller nicht freuen. Während die Europäische Kommission beschlossen hatte, dass für neue Trucks in der EU der CO2-Ausstoß bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent reduziert werden muss, hat das Europäische Parlament das Ziel nun erhöht. Demzufolge soll in der ersten Stufe der Treibhausgas-Ausstoß um 20 Prozent und in der zweiten Stufe um 35 Prozent gesenkt werden. Außerdem müssen die Hersteller sicherstellen, dass emissionsfreie und -arme Fahrzeuge (deren CO2-Ausstoß mindestens halbiert wurde) bis 2030 einen Marktanteil von 20 Prozent am Umsatz mit neuen Fahrzeugen haben. 2025 soll der Umsatzanteil fünf Prozent betragen.

Die großen LKWs seien für 27 Prozent des Kohlenstoffdioxid-Austoßes im Straßenverkehr und fast fünf Prozent in der Europäischen Union verantwortlich. Seit 1990 hätten sich die durch die Trucks verursachten Emissionen um 25 Prozent erhöht, geschuldet der Zunahme des Straßengüterverkehrs. Der Sektor wachse schnell und mit ihm die Luftverschmutzung. Da mit den vorhandenen Technologien auch eine höhere CO2-Reduktion möglich sei als ursprünglich von der Europäischen Kommission angedacht, habe man sich darauf geeinigt, ein ehrgeizigeres Ziel als diese anzuvisieren.

Weitreichende Transformationen nötig

Wie das Europäische Parlament außerdem mitgeteilt hat, erkennt es an, dass ein sozial akzeptabler Übergang zur emissionsfreien Mobilität Veränderungen entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette erfordert und dass negative soziale Auswirkungen möglich sind. Daher sollte die EU, so die Forderung des Parlaments, die betroffenen Arbeitnehmer beim Erlernen der neuer Fähigkeiten unterstützen, besonders in den am stärksten von den Umstellungen betroffenen Regionen.

Während die Hersteller im Vorfeld protestiert hatten, äußerten sich manche ihrer Kunden durchaus erfreut über die EU-Pläne. (khof)

Quelle: Europäisches Parlament

 

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