Christian Heep, Vize-Präsident des Bundesverbands eMobilität

Der Bundesverband eMobilität (BEM) hat sich kritisch zum Thema „Steuervorteil für elektrifizierte Dienstautos“ geäußert: Die Besteuerung sei noch immer zu hoch und müsse auf Null Prozent gesenkt werden.

„Nichts Halbes und nichts Ganzes“

Den Beschluss des Bundeskabinetts, die Besteuerung von Elektrodienstwagen von 1 Prozent auf künftig 0,5 Prozent des Listenpreises des Fahrzeugs zu senken,  hält der BEM grundsätzlich für „erfreulich und begrüßenswert“.

Dennoch geht dem Verband die geplante Neuregelung nicht weit genug. „Diese halbgare 0,5-Prozent-Regelung ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Ein klares Statement für eine Neue Mobilität sieht tatsächlich anders aus“, meint BEM-Vize-Präsident Christian Heep. Für ihn gibt es nur eine Alternative: „Eine Null-Prozent - Regelung wäre ein deutliches Bekenntnis für die von der Bundesregierung gewünschte Verkehrswende und würde zu einer stark ansteigenden Nachfrage für Elektrodienstwagen führen.“

Mehr Schadstoffaustoß, mehr Steuerlast

Um die Belastung von Bund und Ländern durch den Einnahmenausfall zu kompensieren, schlägt der BEM zwei Maßnahmen vor: die Null-Prozent-Regelung müsse auf einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren begrenzt und eine emissionsbasierte KFZ-Steuerreform initiiert werden. Letztere soll nach dem Bonus-Malus-Prinzip nachhaltige Fahrzeuge begünstigen und diese bei zunehmendem Schadstoffausstoß entsprechend höher besteuern.

„Allein diese beiden Maßnahmen würden dem Staatshaushalt insgesamt hohe zusätzliche Mehreinnahmen zuführen, die für eine zielgerichtete und zweckgebundene Förderung der Neuen Mobilität, für den Ladeinfrastrukturausbau sowie für zusätzliche Erneuerbare-Energien-Anlagen eingesetzt werden sollten“, bilanziert der BEM. (aho)

 

Quelle: BEM via Newsletter

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