Großbritannien: Ladepunkte bald in jedem neuen Haus

Die britische Regierung hat im Rahmen ihrer „Road to Zero“ – Dekarbonisierungsstragie ein umfassendes Maßnahmenpaket angekündigt: So soll künftig in neu errichteten Wohnhäusern die Installierung von Lademöglichkeiten obligatorisch sein.

„Der weltweit beste Ort, um Elektrofahrzeuge zu entwickeln und zu besitzen“ soll Großbritannien werden, wenn es nach der aktuellen Regierung unter Premierministerin Theresa May geht. Das Ziel des „Road to Zero“ – Plans lautet daher: Bis 2030 soll mindestens die Hälfte der Autos mit einem „Ultra Low Emission“ –Antrieb unterwegs sein. Ab 2040 werden dann keine Fahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotor neu zugelassen.

Auch Straßenlaternen als Ladesäule

Um die bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur für die wachsende Anzahl an elektrifizierten Fahrzeugen voranzutreiben, hat die Regierung auch die heimischen Lademöglichkeiten auf ihre Agenda gesetzt. Man wolle die Installierung von Lademöglichkeiten in neu gebauten Wohnhäusern "vorantreiben, wo es angemessen ist", heisst es in einer aktuellen Mitteilung aus London. Dasselbe gilt für neue Straßenlaternen, die künftig auch als Ladesäulen genutzt werden sollen. Wann genau die Vorgaben verpflichtend greifen, gab die Regierung nicht bekannt.

Um ihre Dekarbonisierungsziele zu erreichen, hat die britische Regierung ein umfangreiches Investitionsprogramm angekündigt: rund 1,7 Milliarden Euro sollen in die Förderung von "Ultra Low Emission Vehicle" fließen. Mit über 4,5 Millionen Euro sollen Unternehmen unterstützt werden, die Ladelösungen entwickeln und installieren. Zuschüsse für die Errichtung von Lademöglichkeiten auf Privat- und Firmengelände sollen ebenfalls aufgestockt werden. (aho)

 

Quelle: UK Government

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(© iStock.com / adventtr)

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