Stadtwerke Tübingen bauen Ladeinfrastruktur aus

Bislang mussten E-Auto-Fahrer in Tübingen öffentliche Ladestationen gezielt anfahren – denn ihre Zahl war überschaubar. Das ändert sich nun sukzessive im Laufe der nächsten 18 Monate: Bis Ende 2019 installieren die Stadtwerke Tübingen (swt) 44 neue Ladepunkte in ihrem Netzgebiet.

"Das Tankproblem ist gelöst"

Zuvor hatten sich die Stadtwerke beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) um Fördergelder für deutlich mehr Ladestationen in Tübingen beworben – mit Erfolg. An insgesamt 19 Standorten werden nun 44 Ladepunkte bis Ende 2019 installiert. Ein Ladepunkt liefert eine Ladeleistung von 22 kW; das ermöglicht ein schnelles Aufladen von zwei Elektroautos gleichzeitig an einer Ladesäule. Verteilt über das gesamte Stadtgebiet Tübingens wird daraus ein flächendeckendes und dichtes Ladenetz.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sagt: „Wir haben in Tübingen das Tankproblem für E-Autos gelöst: Schon jetzt haben wir rund 30 Ladepunkte, bis Ende 2019 kommen weitere 44 hinzu. Fehlende Infrastruktur ist kein Argument mehr gegen E-Autos.“

Werden alle Ladepunkte wie geplant umgesetzt, hat das Gesamtvorhaben ein Investitionsvolumen von rund einer halben Million Euro. Zwischen 35 und 40 Prozent Förderung erhalten die Stadtwerke über das Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Den Rest stemmen die swt aus eigenen Mitteln.

Laden zunächst kostenfrei – Bezahlsystem im Aufbau

Das Stromtanken an den Ladestationen ist zunächst für die E-Auto-Fahrer kostenfrei. Aktuell benötigt man zum Aufladen lediglich den Scan des QR-Codes auf der Ladesäule mit dem Smartphone. Die Stadtwerke arbeiten aber am Aufbau eines Bezahlsystems mit Zeittarifen und übernehmen bis zur Einführung die Kosten. Die Abrechnung per Zeittarif soll den Anreiz setzen, den Parkplatz nach dem Ladevorgang wieder frei zu geben. „Wir entwickeln derzeit Lade-App, die das Stromtanken noch einfacher und machen soll“, so die swt.

Der groß angelegte Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein weiterer Baustein, wie die Stadtwerke Tübingen die Elektromobilität in der Universitätsstadt voranbringen wollen. Bereits im März hatten die swt gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner BLUEmobility ihren rein elektrisch betriebenen TüStrom-Roller vorgestellt. Die Bürger erhielten damit eine elektrifzierte Alternative in der Stadt zu Autos und motorisierten Zweirädern. (aho)

 

Quelle: swtue.de

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Ladeinfrastruktur ko

(© iStock.com / adventtr)

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öffentlich zugängliche Ladepunkte sind derzeit (Stand 30. Dezember) im BDEW-Ladesäulenregister erfasst. Davon sind 12 Prozent Schnelllader. Ende Juli 2018 waren es noch rund 13.500 Ladepunkte.

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