E.ON übernimmt innogy

E.ON konnte sich mit RWE im Rahmen eines umfangreicheren Tauschs von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen auf eine Übernahme von innogy einigen. Mit dieser Transaktion könnte E.ON zum großen europäischen Anbieter für Ladeinfrastruktur werden. 

Konzentration auf Energienetze und Kundenlösungen

Gestern am 11.03.2018 wurde in Gesprächen zwischen den beiden Energieversorgern der Erwerb der RWE-Tochter innogy durch E.ON vereinbart. Im Gegenzug erhält RWE Beteiligungen an E.ON und der E.ON-Tocher PreussenElektro. Die erneuerbaren Geschäfte der beiden Energieversorger werden damit unter dem Dach von RWE vereint sein. Die Transaktionen sollen nach Zustimmung der Gremien von E.ON und RWE und Genehmigung der Kartellbehörde erfolgen und RWE 1,5 Milliarden kosten. 

E.ON will mit der Integration von innogy in den eigenen Konzern zu einem "fokussierten, kundenorientierten Energieunternehmen" werden, "das sich auf Energienetze sowie Kundenlösungen konzentriert", heißt es in der Ad-hoc-Meldung vom Wochenende. Die Orientierung hin zum Endkundengeschäft zeigte sich auch schon bei der erst vor wenigen Tagen geschlossenen Kooperation mit Nissan im Bereich Vehicle-to-Grid.

Entwicklung zum großen europäischen Anbieter

Innogy ist mit 5.300 errichteten Ladepunkten der größere Anbieter in Deutschland als der Energiekonzern E.ON, der nur rund 200 Ladepunkte betreibt. In Dänemark dagegen ist E.ON mit rund 3.000 Ladepunkten Marktführer. Auch in weiteren Ländern Europas baut E.ON die Ladeinfrastruktur stetig aus. Mit dem Elektromobilitätsdienstleister CLEVER konnte sich E.ON als Bewerber für das Connecting Europe Facility-Programm (CEF) der Europäischen Kommission durchsetzen. Gefördert mit 10 Millionen Euro werden die Partner bis 2020 180 ultraschnelle Ladepunkte in sieben europäischen Ländern aufbauen. Durch die Übernahme weitet E.ON das Netzgebiet weiter aus und könnte so zum großen europäischen Anbieter für Ladinfrastruktur werden. 

RWE konzentriert sich nach der Abspaltung von innogy auf die Stromproduktion und will mit den Transaktionen auf erneuerbare Energien setzen. Deutschlands größter Stromproduzent vertraut aber auch weiterhin auf die konventionelle Stromerzeugung und verhandelt bereits mit EnBW über die Übernahme von Kohle- und Gaskraftwerken, wie im Handelsblatt zu lesen ist. (sih)

Quellen: E.ON

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