Neue Superkondensator für mehr Reichweite und schnellere Ladezeit

Britische Forscher haben einen Durchbruch in der Energiespeichertechnologie verkündet. Mit einem neuen Superkondensator könnten Elektroautos deutlich schneller aufgeladen werden und hohe Reichweiten erzielen. Es gibt allerdings noch einen Nachteil.

Aufladen in 10 Minuten statt 8 Stunden

Die Wissenschaftler von der Universität Bristol und der Universität Surrey entwickelten ein Material für Superkondensatoren, das elektrische Ladung speichert und schneller als konventionelle Batterien aufgeladen werden kann. Dadurch könnten Elektroautoautos in 10 Minuten anstatt in 8 Stunden aufgeladen werden. Die neue Technologie verfüge über eine ausreichende Energiedichte, um die aktuelle Reichweite von führenden Elektroautos wie Tesla zu übertreffen, so das Forscherteam. Noch sei aber nichts final.

Es gibt noch ein Problem

Superkondensatoren können Strom schnell speichern und freigeben. Die Superkondensatoren-Technologie weist jedoch auch einen gravierenden Nachteil auf, räumen die Wissenschaftler ein. Die gespeicherte Ladung gehe relativ schnell verloren; wie zum Beispiel bei längeren Steh-Phasen des Autos. "Aus diesem Grund müssten ersten Elektroautos mit Superkondensator zusätzlich mit einer kleiner konventionellen Batterie ausgestattet sein."

Ein Experte für Superkondensatoren am University College London, der nicht am Forschungstandem Bristol-Surrey beteiligt war, sagte, dass die Superkondensatoren-Technologie weiter ausgebaut werden müsse, wenn sie wettbewerbsfähig sein wolle. Zudem dürfe man Skalierbarkeit, Kosten und Nachhaltigkeit der Superkondensatoren nicht vernachlässigen. Dennoch: "Wenn die Ankündigungen aus Bristol wahr werden, wäre das eine wichtige Errungenschaft", so Dr. Thomas Miller.

Das in den Forschungsarbeiten involvierte Unternehmen Superdielectrics sagte, man sei zuversichtlich, dass die Prototypenproduktion der "Supercaps" innerhalb von zwei Jahren beginnen könnte. Ein mögliches Einsatzgebiet wäre beispielsweise das Militär. (aho)

 

Quelle: theguardian.com

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