Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania gab bekannt, dass er mit 10 Millionen Euro den Bau einer Batteriefabrik in Schweden unterstützen wird. Damit greift er dem heimischen Unternehmen Northvolt unter die Arme. 

Gigafabrik in Europa 

Scania und Northvolt wollen bei der Entwicklung von Lithium-Ionen-Batteriezellen für schwere Nutzfahrzeuge zusammenarbeiten. Scania investiert 10 Millionen Euro in die Errichtung einer Batteriefabrik durch Northvolt in Skellefteå im Norden Schwedens.

Die beiden schwedischen Unternehmen werden außerdem ein Expertenteam aufbauen und in Northvolts Forschungseinrichtung Northvolt Labs in Västerås, Schweden, gemeinsam an der Optimierung von Batteriezellen arbeiten, um sie an die besonderen Anforderungen für den Antrieb von LKWs anzupassen. Scania hat auch bereits vertraglich zugesichert, Batterien abzunehmen.

Northvolts Vision 

 

Auch ABB war bereits eine Partnerschaft mit Northvolt eingegangen und hatte das Unternehmen mit der passenden Industrieautomation, Robotik-, Maschinen- und Fabrikautomationslösungen und der Elektrifizierungstechnik unterstützt. Die Produktionsstart der Fabrik war für 2020 vorgesehen.

Europa erkämpft sich Batterien-Unabhängigkeit 

Bisher ist Europa auf den Import von Lithium-Ionen-Batterien aus China, Japan und den USA angewiesen. Tesla will seine riesige Batteriefabrik in Nevada, die Gigafactory, weiter ausbauen: Eine Batteriekapazität von 35 Gigawattstunden soll dort jährlich hergestellt werden. In Deutschland startete ein Konsortium aus Industrie und Wissenschaft Ende des vergangenen Jahres ebenfalls ein groß angelegtes Forschungsprojekt für Batteriezellen. Das Projekt Fab4Lib unter der Leitung von TerraE wird vom Bund mit knapp 6 Millionen Euro bezuschusst. (sih)

 

Quelle: Scania / Northvolt

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