Unternehmen tüfteln mit "FastCharge" an reduzierter Ladezeit

Ein Zusammenschluss aus Automobilherstellern, Ladelösungsanbietern und Systementwicklern will die Ladezeit von Elektroautos deutlich reduzieren. Bis zu 450 kW Ladeleistung sind das erklärte Ziel des Projekts "FastCharge". Mit dabei sind unter anderem BMW, Siemens und Allego.

BMW, Siemens und Co.: "Wir erforschen die physikalischen Grenzen"

Wie schnell können Elektroautos geladen werden? Die Antwort darauf will das Forschungsprojekt "FastCharge" geben. Bereits im Juli 2016 hatten Allego, BMW, Phoenix Contact E-Mobility, Porsche und Siemens damit begonnen, Elektrofahrzeuge mit stark verkürzter Ladezeit und der dafür notwendigen Ladeinfrastruktur zu erforschen. Das Gemeinschaftsprojekt untersucht alle Aspekte des Schnellladens in der Praxis mit dem Ziel, die erforderlichen Technologien industriell einzuführen. "Wir gehen an die Grenzen des Machbaren", betonen BMW, Allego und Co. in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Ladezeit von Elektrofahrzeugen wird entscheidend von Strom und Spannung bestimmt: Je höher Volt- und Amperezahlen, desto schneller füllt sich der Energiespeicher. Beide Faktoren sind in der Praxis jedoch nicht beliebig steigerbar. "Das Projekt FastCharge konzentriert sich deshalb auf die Erforschung der technischen und physikalischen Grenzen aller beim Laden betroffenen Komponenten und Systeme - im Fahrzeug und bei der Infrastruktur", so die Projektpartner.

Erster Prototyp kommt 2018

Anvisiert werden Ladeleistungen bis zu 450 Kilowatt. Das entspricht dem dreifachen der heute an Stromtankstellen maximal verfügbaren Ladeleistung. 900 Volt Spannung und 500 Ampere Stromstärke über eine projektierte Ladezeit von weniger als 15 Minuten stellen sehr hohe Anforderungen an alle beteiligten Komponenten. Ladekabel, Stecker und Fahrzeugsteckdose sollen daher während der Energieübertragung gekühlt werden.

Dadurch könnten flexiblere Kabel mit kleinerem Querschnitt eingesetzt werden, die sich ähnlich wie heutige Kraftstoffschläuche handhaben lassen. "FastCharge" setzt dabei auf Stecker und Standards des Combined Charging System (CCS). Dadurch soll sichergestellt werden, dass Fahrzeuge mit geringerem Strom- und Spannungsbedarf problemlos an den Schnellladestationen versorgt werden können. 2018 wollen die Projektpartner einen Prototypen des Systems vorstellen.

"FastCharge" wird mit insgesamt 7,8 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

 

Quelle: bmwgroup.com

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