Telekom Ladeinfrastruktur

Die Deutsche Telekom plant offenbar, in das Ladesäulen-Geschäft einzusteigen. Warum kann die Telekom dabei von einem entscheidenden Vorteil profitieren? Das erklärte Vorstandschef Timotheus Höttges auf dem Automobilwoche Kongress in Berlin.

"Da müssen wir nur einen Stöpsel dranmachen"

Der Fokus der Telekom AG liegt demnach auf den rund 380.000 Kabelverzweigern, die bundesweit aufgestellt sind. Die grauen Kästen haben die Aufgabe, die Haushalte mit Telefon- und Internetsignalen aus der Vermittlungsstelle zu versorgen. Sie verfügen bereits über eine Stromversorgung, eine Batteriepufferung sowie eine digitale Messstelle. Dieses Potenzial will die Telekom nun für sich nutzen. "Da müssen wir nur einen Stöpsel dranmachen", so Höttges gegenüber der Automobilwoche.

Mehrere Verzweiger sollen baldmöglichst für einen Probebetrieb umgebaut werden. Einen kompletten Alleingang schließt der Telekommunikationsanbieter - finanziell und organisatorisch - vorerst aber aus. Sollte die Kabelverzweiger deutschlandweit zu Ladestationen aufgerüstet werden, müssten die Kommunen entsprechenden Parkraum schaffen, fordert die Telekom. Der Bund müsse außerdem Fördermittel bereitstellen.

 

Kurz-Video: Wie sieht es in einem Kabelverzweiger der Telekom aus?

 

Quelle: iwr.de / check24.de

Bild- und Videonachweis: Deutsche Telekom AG

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