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Die Elektrifizierung der Mobilität gewinnt weiter an Fahrt. Bereits 2030 werden zwei von drei weltweit neu produzierten Fahrzeugen mindestens über einen teilelektrischen Antrieb verfügen. Notwendig hierzu sind jedoch unter anderem auch einfache, verbraucherfreundliche Lademöglichkeiten. „Automatisierte Ladeprozesse, bei denen beispielsweise ein Roboter den Ladevorgang übernimmt, werden in dem Zuge ein wichtiger Stellhebel sein“, sagt Björn Twiehaus, verantwortlicher Geschäftsführer für das weltweite Elektronikgeschäft beim international aufgestellten Automobilzulieferer HELLA.

„Auf Basis unserer ausgeprägten Licht- und Elektronikkompetenz arbeiten daher an einer weiteren Automatisierung des Ladevorgangs. Vorstellbar sind im ersten Schritt vor allem auch teilautomatisierte Ladeprozesse.“

Eine wichtige Voraussetzung besteht unter anderem darin, dass sich die Ladeklappe selbstständig öffnet und schließt; zugleich muss der Laderoboter mit der Ladeklappe sowie dem Fahrzeug kommunizieren können. Hierzu sind neue Technologien und mechatronische Systeme erforderlich, die sich auf kleinstem Raum im Bereich des Ladeanschlusses realisieren lassen müssen. HELLA hat daher einen elektronischen Ladeklappen Aktuator entwickelt (electronic Lid Actuator, kurz: eLA). Dieser ermöglicht die automatische oder manuelle Änderung der Deckelposition und stellt sicher, dass dies beispielsweise auch bei Vereisung jederzeit zuverlässig funktioniert.

Perspektivisch lassen sich auch kundenspezifische Funktionen integrieren, um den Komfort weiter zu erhöhen. Hierzu zählt etwa eine Gestensteuerung zur automatischen Öffnung und Schließung des Ladedeckels oder eine Push to run-Funktion. Bei dieser erkennt der Aktuator, wenn die Klappe mit dem Finger angetippt wird und öffnet bzw. schließt diese daraufhin. Um hierbei vor eingeklemmten Fingern zu schützen, verfügt der Aktuator über einen integrierten Schutzmechanismus. Weitere Funktionen lassen sich darüber hinaus je nach Herstellerwunsch integrieren. Hierfür bringt HELLA das langjährige Know-how aus den Bereichen Aktuatoren, Sensoren und Steuermodule ein.

Neben den Elektronikkomponenten sind auch intelligente Lichtlösungen wichtiger Bestandteil des automatisierten Ladeprozesses, um beispielsweise den Batteriestatus oder den Ladezustand intuitiv zu visualisieren. HELLA hat hierfür ein innovatives, platzsparendes Konzept basierend auf roten, grünen und Amber-farbenen LEDs sowie auf EdgeLight-Technologie entwickelt, das sich an den Erfahrungen von Endverbrauchern im Bereich der Unterhaltungselektronik orientiert.

So zeigen schon heute die meisten digitalen Geräte den Batteriestatus mit einer Kombination von Balken an: Ein roter Balken bedeutet, dass die Batterie leer ist; alle Balken in Grün heißt, dass die Batterie voll ist. Die Ladestatusanzeige ist beispielsweise hinter der Ladeklappe verborgen und nur sichtbar, wenn die Klappe geöffnet ist und das Auto steht. Damit werden zudem die gesetzlichen Vorschriften für Kraftfahrzeuge und Ersatzteile (ECE-Regelung) erfüllt. Um dem Roboter das Positionieren des Ladesteckers zu erleichtern, hat HELLA darüber hinaus eine sogenannte Ringbeleuchtung mit zwei weißen oder RGB LEDs entworfen. Darüber hinaus können durch Lichtelemente zusätzliche Gestaltungsakzente gesetzt werden, indem beispielsweise auch der Ladeanschluss des Elektrofahrzeugs mit statischen oder dynamischen Animationen illuminiert wird.

Quelle: HELLA

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