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Für den Hochlauf der Elektromobilität und die Absicherung der dazugehörigen Netzzugänge hat der Bundesverband eMobilität (BEM) die Grundversorgung deutscher Haushalte mit einer Mindestanschlussleistung von 3,7kW je dazugehörigen Stellplatz ins Gespräch gebracht. Auf der heute in München gestarteten Internationalen Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität, Power2Drive, erörterte BEM-Vorstand Markus Emmert die Notwendigkeit abgesicherter Stromversorgung, die durch eine Grundversorgungspflicht deutscher Energieversorgungs-Unternehmen für Mobilität gewährleistet werden könne.

„Der Gesetzgeber fördert zwar den Bau von Wallboxen in Ein- und Mehrfamilienhäusern, für die Installation von Netzanschlüssen auf Seiten der Energiewirtschaft gibt es jedoch keinerlei Push-Funktion“, berichtete Emmert auf einem Fachpanel. Der Energie-Experte schlägt deshalb eine gesetzlich verankerte Mindest-Anschluss-Leistung im Stromnetz vor, die nach dem Einbau nun auch den Anschluss von Ladeinfrastruktur deutlich vereinfachen und die Elektromobilität erheblich vorantreiben helfe. Im Detail nannte Emmert die Grundversorgungspflicht aus §2 Absatz1 Energiewirtschaftsgesetz, welches explizit um die Grundversorgung für Mobilität erweitert gehöre.

Anders ausgedrückt: Wäre der Stromanschluss standardisiert für das Laden von E-Fahrzeugen nutzbar, entfiele für zahlreiche Verbraucher*innen der leidige und zeitintensive Antrag auf Netzanschluss bei den Netzbetreibern. 

Der BEM verweist seit geraumer Zeit auf das wachsende Zusammenspiel zwischen Energiewelt und Automotive-Industrie für die Mobilitätswende. Nach Ansicht des Verbandes meint das nicht nur die Anhebung der Stromanteile von Erneuerbarer Energie im Stromnetz, sondern auch die Änderung zahlreicher energierechtlicher Tatbestände. E-Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur können in den Netzbetrieb integriert werden, um die alltägliche Mobilität emissionsfrei zu gestalten. Hierbei ist der massenhafte Einsatz von Batterien in Kopplung mit PV-Anlagen wie auch die Verarbeitung der digitalen Daten zur Analyse des Ressourcenverbrauchs von Mobilität zu nennen.

Quelle: BEM

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